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Protest gegen MoskauBundesregierung bestellt russischen Botschafter ins Auswärtige Amt ein

26.05.2026, 15:07 Uhr
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Aus Protest gegen die neuen russischen Angriffe und Drohungen gegen die Ukraine sowie die dortigen ausländischen Botschaften hat die Bundesregierung den russischen Botschafter Sergej Netschajew ins Auswärtige Amt einbestellt.

Es gebe Angriffe auf Krankenhäuser, Schulen, auf deutsche TV-Studios und Aufforderungen an ausländische Botschaften, Kiew zu verlassen, schrieb das Außenministerium am Dienstag auf der Plattform X zur Begründung. "Russland setzt auf Drohen, Terror & Eskalation. Deshalb haben wir heute Russlands Botschafter einbestellt." Man habe der russischen Regierung deutlich gemacht, dass Deutschland sich nicht durch Drohungen einschüchtern lasse und die Ukraine weiter "kraftvoll" unterstützen werde, hieß es weiter. Die Botschaft wurde dem russischen Diplomaten vom Politischen Direktor des Auswärtigen Amtes übermittelt.

Hintergrund sind nicht nur die massiven russischen Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt in den vergangenen Tagen mit Raketen und Drohnen. Dabei wurde auch eine russische Oreschnik-Überschallrakete eingesetzt, was als weitere Eskalation gilt. Außenminister Johann Wadephul hatte bereits am Montag auf X geschrieben, dass der Terror von Russlands Präsident Wladimir Putin keine Grenzen kenne und man ihm diese deshalb aufzeigen müsse. Moskau hatte zudem weitere Angriffe auf Kiew angekündigt und dabei ausländische Botschaften aufgefordert, ihr Personal aus der Stadt abzuziehen. Am Pfingst-Wochenende war auch das ARD-Studio in Kiew beschädigt worden.

Auch die Europäische Union bestellte wegen Russlands Drohungen den russischen Geschäftsträger in Brüssel ein. Russlands Drohung gegen ausländische Bürger und Diplomaten sei eine "inakzeptable Eskalation", erklärte die Sprecherin des Auswärtigen Dienstes der EU auf X. Die EU-Delegation bleibe in Kiew.

Quelle: ntv.de, rts

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