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Vorwürfe aus BrüsselChina weist Berichte über Ausbildung russischer Soldaten zurück

16.06.2026, 12:16 Uhr
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(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Die chinesische Regierung hat EU-Angaben zurückgewiesen, wonach die Volksrepublik russische Soldaten für den Kampf in der Ukraine ausgebildet habe.

Ein Sprecher des Außenministeriums in Peking sagte am Dienstag, es handele sich um "Behauptungen", die "jeder faktischen Grundlage entbehren." Entsprechende Äußerungen seien "reine Verunglimpfung und Verleumdung", betonte der Sprecher.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hatte am Montag gesagt, Brüssel lägen bestätigte Berichte vor, wonach die chinesische Armee russische Soldaten für den Einsatz in der Ukraine ausgebildet habe. Peking sei damit ein "maßgeblicher Ermöglicher" des russischen Angriffskrieges, sagte Kallas. Brüssel habe als Reaktion Sanktionen verhängt.

Im vergangenen Monat hatten Medien berichtet, europäische Geheimdienste gingen davon aus, dass China russische Soldaten ausgebildet habe. Ein ranghoher EU-Beamter bestätigte diese Berichte vor wenigen Tagen und gab an, die Ausbildung umfasse "hunderte" Soldaten und finde an mehreren Standorten in China statt.

Peking und Moskau sind enge wirtschaftliche und politische Partner. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 sind die Beziehungen noch enger geworden. China ruft regelmäßig zu Gesprächen über ein Ende der Kämpfe in der Ukraine auf, hat Russland aber nie für die Offensive im Nachbarland verurteilt und stellt sich selbst als neutrale Partei dar.

Westliche Verbündete der Ukraine werfen China vor, sogenannte Dual-Use-Güter an Russland zu verkaufen, also Komponenten, die sowohl für zivile Produkte als auch für Rüstungsgüter verwendet werden können. Dadurch werde Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine überhaupt erst ermöglicht, heißt es etwa in Brüssel.

Quelle: ntv.de, AFP

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