Im JahresvergleichCyber-Versicherungsschäden um 17 Prozent gestiegen

Die Kosten großer Cyber-Versicherungsschäden sind der Allianz zufolge im ersten Halbjahr im Jahresvergleich um 17 Prozent gestiegen. "In zwei Dritteln aller Fälle sind Datenschutzverletzungen mitursächlich", teilt der Versicherungskonzern mit. Ein Kostentreiber sei eine Flut an Sammelklagen in den USA.
In Deutschland stiegen die durchschnittlichen Kosten für eine Datenpanne demnach auf 5,3 Millionen, in den USA auf 9,5 Millionen Dollar. Nach einem Anstieg um 30 Prozent auf über 700 Fälle im vergangenen Jahr werde sich die Gesamtzahl der Cyber-Schadensfälle dieses Jahr voraussichtlich stabilisieren.
Cyberattacken, die zu spät erkannt und eingedämmt werden, können laut Allianz tausend Mal teurer sein. Allianz-Manager Michael Daum sagt, die meisten Angreifer versuchten personenbezogene Daten abzugreifen. "Unternehmen speichern zunehmend mehr solch sensibler Daten und tauschen diese über Unternehmensgrenzen hinweg aus, was es den Angreifern leichter macht, diese zu erbeuten."
Gleichzeitig führten gesetzliche Vorschriften zu mehr Vorfällen wegen unrechtmäßiger Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten. "Die Schäden aus diesen Ansprüchen haben sich in den letzten zwei Jahren verdreifacht", sagt Daum.