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Kartellvorwürfe gegen KonzernDHL-Chef sieht Milliarden-Klage als unbegründet an

05.05.2026, 11:46 Uhr
Aus-Sicht-der-Deutschen-Post-liegen-keine-belastbaren-Fakten-fuer-einen-moeglichen-Wahlbetrug-vor

DHL-Chef Tobias Meyer hat die von einem Wettbewerber erhobenen Kartellvorwürfe gegen den Bonner Konzern entschieden zurückgewiesen.

"Im Fall DVS halten wir die Klage sowohl in der Sache als auch in der Höhe für unbegründet", sagte Meyer bei der Hauptversammlung des Konzerns in Bonn. Daran änderten auch Zwischenschritte in Gerichtsverfahren nichts. Auch die Kritik des DVS-Mitgesellschafters, des Investors 7Square Partners, sei in keiner Weise zutreffend.

DVS und der Investor kritisieren, die DHL-Tochter Deutsche Post habe ihre Marktmacht im Briefgeschäft gezielt missbraucht. DVS wirft dem Marktführer im Bereich von Dialogpost-Werbebriefen unter anderem vor, Mindestpreise für Sendungen unterschritten und sich so Aufträge von Firmen gesichert zu haben, die sonst DVS erhalten hätte.

Die DVS fordert von DHL bei einem Verfahren vor Gericht in Düsseldorf knapp eine Milliarde Euro plus Zinsen. Meyer sprach von einer Klage "in einer gleichsam spektakulären Gesamthöhe". 

Quelle: ntv.de, rts

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