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Studie des IFWDeutsche Unternehmen sind bei einzelnen Produkten "kritisch" abhängig von chinesischen Importen

15.02.2023, 11:37 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Deutsche Unternehmen sind einer Studie zufolge nur bei einzelnen Produkten abhängig von chinesischen Importen - in diesen Fällen ist die Abhängigkeit jedoch "kritisch". China dominiere bei einzelnen Rohstoffen und Bereichen wie der Elektronik den Weltmarkt sowie die deutsche Versorgung "und könnte als Lieferant kurzfristig nicht ersetzt werden", erklärte das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IFW) am Mittwoch. Insgesamt sei die Abhängigkeit aber "deutlich geringer, als durch klassische Handelsstatistiken suggeriert wird".

Die Forscher haben eine besonders starke Importabhängigkeit Deutschlands bei Laptops festgestellt: 80 Prozent der tragbaren Computer werden aus China importiert. Auch bei Mobiltelefonen, bestimmten Textilprodukten, Grafikkarten oder LED-Lampen ist China bei weitem das wichtigste Lieferland. Eine massive Abhängigkeit besteht demnach außerdem bei einigen von der EU als kritisch eingestuften Seltenen Erden und Rohstoffen etwa für die Batterieproduktion sowie bei bestimmten Medizinprodukten wie Atemschutzmasken und Schmerzmitteln.

IFW-Experte Alexander Sandkamp verwies explizit auf die Gefahr eines militärischen Konflikts Chinas mit Taiwan. Wegen Sanktionen dürften in diesem Fall Lieferungen aus China wegfallen - und wegen chinesischer Blockaden auch aus Taiwan. "Das würde eine deutsche Versorgungsnotlage bei bestimmten kritischen Produkten verschärfen", erklärte Sandkamp. Taiwan liefere neben vielen Computerkomponenten und elektronischen Schalteinheiten etwa auch Fahrradteile.

Quelle: ntv.de, AFP

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