Warnung vor TrockenheitDürremonitor mahnt nach Waldbränden vor ungewöhnlich trockener Lage in Deutschland

Mit Blick auf die vielen Waldbrände am Wochenende warnt der Dürremonitor Deutschland vor Trockenheit.
"Da, wo Dürre angezeigt wird, ist es ungewöhnlich trocken und es ist insgesamt in Deutschland im Moment ungewöhnlich trocken", sagt der Leiter des Mitteldeutschen Klimabüros, Andreas Marx. Vor allem betroffen seien Regionen am Oberrheingraben, nördlich von München und teilweise in Brandenburg.
Der Experte erklärte, besonders herausfordernd sei die Trockenheit dort, wo es in den letzten Wochen wenig geregnet hat und sandige Böden hinzukommen. "Und da sind wir dann ganz schnell in Brandenburg, weil große Teile Brandenburgs einen extrem hohen Sandanteil haben", sagte Marx. "Und das ist auch der Grund, weswegen Brandenburg in Deutschland schon immer der Waldbrandgefahren-Hotspot war."
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet in den kommenden Tagen in weiten Teilen Deutschlands mit Regen. Der könnte Marx zufolge deutliche Entspannung mit sich bringen. "Die Waldbrandgefahr geht von der höchsten Stufe oft zurück bis auf die niedrigste Stufe, wenn es einmal richtig reingeregnet hat." Deswegen bewertet der Experte die Lage in Deutschland als nicht allzu schlimm. Es seien alles Situationen, die sich bei Regen schnell wieder entspannen könnten, sagte er.
Am Freitag war im brandenburgischen Jüterbog ein Waldbrand ausgebrochen und hatte sich rasch ausgedehnt, am Samstag in der Region am tschechischen Nationalpark Böhmische Schweiz nahe der Grenze zu Sachsen. Auch auf dem Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen loderten zunächst weiter Flammen.