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Mehr Sicherheiten EU verschärft Importregeln zum Schutz der europäischen Stahlindustrie

01.07.2026, 08:51 Uhr
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(Foto: picture alliance / Rupert Oberhäuser)

Zum Schutz der europäischen Stahlindustrie gelten seit diesem Mittwoch strengere Regeln für Importe.

Nun dürfen nur noch 18,3 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr zollfrei eingeführt werden, etwa halb so viel wie zuvor (47 Prozent). Gleichzeitig hat die Europäische Union den Zoll auf Mengen, die dieses Kontingent überschreiten, auf 50 Prozent verdoppelt. So soll verhindert werden, dass massenweise günstiger Stahl importiert wird. Innerhalb der EU hat Deutschland die mit Abstand größte Stahlindustrie.

Weltweit wird deutlich mehr Stahl produziert als benötigt wird. Diese Überkapazitäten liegen derzeit nach Zahlen der EU-Kommission bei 620 Millionen Tonnen, bis 2027 steigen sie demnach voraussichtlich auf 721 Millionen Tonnen. Das wäre fünfmal so viel wie die EU jährlich an Stahl verbraucht. Die massive Erhöhung der US-Einfuhrzölle auf Stahl im vergangenen Jahr hat den Druck auf den europäischen Markt weiter verstärkt.

China, Indien und die Türkei zählen zu den Ländern, aus denen günstiger Stahl exportiert wird. Das hängt mit niedrigeren Energiepreisen, aber auch staatlicher Förderung zusammen.

Der Verband der europäischen Stahlindustrie (Eurofer) rechnet damit, dass die neue Handelsmaßnahme 15 Millionen Tonnen an Kapazitätsauslastung nach Europa zurückbringen könnte. In den vergangen sieben Jahren seien mehr als 30 Millionen Tonnen Produktion verloren gegangen, sagte Eurofer-Generaldirektor Axel Eggert.

Eggert begrüßte die Änderung, aber sprach gleichzeitig von einem ersten Schritt. In der Folge müssten in Europa unter anderem die Energiekosten gesenkt werden. Die europäische Industrie müsse international wieder wettbewerbsfähig werden - aber gleichzeitig die Transformation hin zu einer klimaneutralen Industrie schaffen.

Quelle: ntv.de, dpa

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