Kurznachrichten

Neue Regeln Großbritannien verbietet soziale Netzwerke für Kinder unter 16 Jahren

15.06.2026, 10:21 Uhr
Nicht-alle-Plattformen-haben-das-Verbot-schon-umgesetzt-und-so-manche-unter-16-ruehmen-sich-weiter-in-Sozialen-Netzwerken-aktiv-zu-sein
(Foto: Rick Rycroft/AP/dpa)

Nach dem Beispiel Australiens führt auch Großbritannien ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 16 Jahren ein.

"Ich kann heute ankündigen, dass die Regierung allen Kindern unter 16 Jahren den Zugang zu Online-Netzwerken verbieten wird", sagte der britische Premierminister Keir Starmer am Montag bei einer Pressekonferenz in London. Die für kommendes Frühjahr geplante Neuregelung soll demnach Plattformen wie Snapchat, Tiktok, Youtube, Instagram, Facebook und X einschließen, jedoch nicht den Messengerdienst Whatsapp.

Das geplante Social-Media-Verbot stelle eine "wichtige Etappe" für das Land und seine Familien dar, betonte Starmer. "Social Media machen Kinder unglücklich", begründete der Labour-Chef das Vorhaben. Schließlich würden Heranwachsende dort Inhalten ausgesetzt, die "gefährlich" seien und darauf ausgerichtet, abhängig zu machen.

Starmer zufolge soll das Gesetz zum Social-Media-Verbot "vor Weihnachten" verabschiedet werden und dann zu Beginn des kommenden Jahres in Kraft treten, "wahrscheinlich im Frühling". Außerdem werde seine Regierung "weltweit führende Maßnahmen" hinsichtlich Online-Spielen und Live-Streaming-Plattformen ergreifen, damit Minderjährige dort nicht von Fremden angesprochen werden könnten.

Die britische Regierung prüft laut Starmer zudem nächtliche Verbote und obligatorische Pausen beim Endlos-Scrollen für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Details dazu sollen im Juli bekannt gegeben werden.

Die britische Regierung stützt sich nach eigenen Angaben bei dem geplanten Social-Media-Verbot auf die Erfahrungen Australiens. Dieses hatte im Dezember als erstes Land der Welt ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren in Kraft gesetzt. Es folgten inzwischen mehrere Länder, darunter Indonesien, Frankreich und Kanada, in denen ein solcher Schritt vollzogen beziehungsweise ein entsprechendes Gesetzgebungsverfahren angestoßen wurde.

Quelle: ntv.de, AFP

Regionales