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Als Reaktion auf Wagner-SöldnerLitauischer Grenzschutz will Kräfte an der Grenze zu Belarus verstärken

08.08.2023, 13:45 Uhr
Ein-litauischer-Grenzschuetzer-steht-an-der-litauisch-belarussischen-Grenze-Das-osteuropaeische-Land-will-den-Ausnahmezustand-in-seiner-Grenzregion-bis-zum-14-Januar-2022-verlaengern
Ein litauischer Grenzschützer steht an der litauisch-belarussischen Grenze. Das osteuropäische Land will den Ausnahmezustand in seiner Grenzregion bis zum 14. Januar 2022 verlängern. (Foto: -/State Border Guard Service/dpa)

Der litauische Grenzschutz will als Reaktion auf die Präsenz russischer Wagner-Söldner in Belarus seine Kräfte an der Grenze zu Belarus verstärken. "Wir planen, unser Kontingent in naher Zukunft zu erhöhen", sagte Grenzschutz-Chef Rustamas Liubajevas der Agentur BNS zufolge nach einem Treffen mit Staatspräsident Gitanas Nauseda am Dienstag in Vilnius. Wie viele zusätzliche Beamte an der Grenze eingesetzt werden sollen, verriet der oberste Grenzschützer des baltischen EU- und Nato-Landes nicht.

Litauen hat eine fast 680 Kilometer lange Grenze zu Russlands engem Verbündeten Belarus. Der Baltenstaat ist wie auch Polen wegen Aktivitäten der russischen Privatarmee Wagner im Nachbarland besorgt. «Die Wahrscheinlichkeit von Provokationen ist hoch», sаgte Liubajevas. Zugleich räumte er aber ein, dass bisher "keine besonderen Provokationen oder Aktivitäten" festgestellt worden seien. Die Lage an der Grenze sei stabil, aber angespannt.

Truppen der Privatarmee von Söldnergruppen-Chef Jewgeni Prigoschin waren nach einem gescheiterten Aufstand gegen Moskau nach Belarus umgesiedelt worden. Nach Angaben von Liubajevas könnten bis zu 4500 Wagner-Kämpfer im Nachbarland sein - nur wenige davon hielten sich aber gegenwärtig in Grenznähe auf. Die Lage ist zudem angespannt, weil Migranten aus Krisengebieten nach Litauen gelangen wollen, was von den belarussischen Behörden geduldet oder sogar befördert wird. Die Regierung in Vilnius warnte wiederholt, Wagner-Söldner könnten illegal die Grenzen überqueren und sich als Migranten ausgeben.

Quelle: ntv.de, dpa

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