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Jobabbau erwartetMetall- und Elektrobranche blickt skeptisch nach vorn

20.01.2025, 14:37 Uhr
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Die Arbeitgeberseite kritisiert die Gewerkschaftsforderungen als unangemessen. (Archivbild) (Foto: picture alliance / Jan Woitas/dp)

Die Metall- und Elektrobranche (M&E) in Deutschland befürchtet ohne Gegensteuern der Politik einen verstärkten Jobabbau. "Es ist für viele Unternehmen schlicht nicht mehr möglich, am Standort Deutschland wettbewerbsfähig zu produzieren", sagte Chefvolkswirt Lars Kroemer vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall.

Deshalb würden Jobs nun eher im Ausland geschaffen als in Deutschland. "Und diese gut bezahlten Arbeitsplätze werden dann auch nicht mehr zurückkommen – mit Folgen für Kaufkraft und Wachstum in unserem Land." Deshalb müsse die Politik dringend gegensteuern und die Rahmenbedingungen für alle Unternehmen deutlich verbessern. "Anderenfalls wird sich der Personalabbau zwangsläufig weiter beschleunigen."

Im Dezember planten 36 Prozent der M+E-Unternehmen einen Personalabbau, nur sieben Prozent eine Erweiterung. Dies zeigten die Personalpläne in einer jüngsten Umfrage des Münchner Ifo-Instituts. "Deutschland befindet sich in der längsten Wirtschaftskrise seit Gründung der Bundesrepublik", sagte Kroemer. Viele M+E-Betriebe versuchen trotzdem ihre Fachkräfte zu halten. "Allerdings schlagen sich Rezession und Strukturkrise jetzt unweigerlich am Arbeitsmarkt nieder."

Im November 2024 sei die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Metall- und Elektro-Industrie auf 3,91 Millionen gesunken, betonte Gesamtmetall und verwies auf Daten des Statistischen Bundesamtes. Demnach sank die Mitarbeitendenzahl saisonbereinigt zum zehnten Mal in Folge gegenüber dem Vormonat. Das Vorjahresniveau wurde um 53.200 Beschäftigte oder 1,3 Prozent unterschritten.

Gesamtmetall ruft mit anderen rund 50 Lobbyverbänden und Unternehmerinitiativen vor der Bundestagswahl zum bundesweiten "Wirtschaftswarntag" auf. Am 29. Januar soll es eine Kundgebung am Brandenburger Tor in Berlin geben. Die Wirtschaft fordert von den Parteien, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in den Mittelpunkt des Wahlkampfes zu rücken und eine Wirtschaftswende nach der Bundestagswahl einzuleiten.

Quelle: ntv.de, RTS

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