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Nach HaftstrafeRapper 18 Karat nach Portugal abgeschoben

08.07.2026, 11:42 Uhr
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Der straffällig gewordene, portugiesische Rapper 18 Karat ist aus der Haft nach Portugal abgeschoben worden. Das bestätigte die Stadt Dortmund der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage.

Er sei noch in der Nacht ausgeflogen worden, hieß es von seiner Anwältin. "Er konnte sich heute früh einmal bei seiner Familie melden und seine Ankunftszeit und Ankunftsort mitteilen", teilte Rechtsanwältin Lisa Grüter mit. Am Dienstag hatte das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht im Eilverfahren grünes Licht für die Abschiebung gegeben.

Zuletzt hatte sich der Deutschrapper, der den bürgerlichen Namen Ivo Vieira Silva trägt, in Strafhaft befunden. Seit 2022 verbüßte er eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren und drei Monaten wegen verschiedener schwerer Drogendelikte. Die Stadt Dortmund hatte ihm deshalb das EU-Freizügigkeitsrecht entzogen, ihn zur Ausreise aufgefordert und seine Abschiebung nach Portugal angeordnet.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den Fall einer Abschiebung von der weiteren Vollstreckung der Haft abgesehen, wie ein Sprecher der Behörde erklärte. Damit muss 18 Karat in Portugal nicht weiter ins Gefängnis, würde aber bei einer Wiedereinreise nach Deutschland festgenommen und müsste seine Reststrafe verbüßen.

Für die Beendigung seines Aufenthalts in Deutschland gebe es "zwingende Gründe der öffentlichen Ordnung", hatten in erster Instanz bereits die Verwaltungsrichter in Gelsenkirchen ausgeführt. Er habe kiloweise mit Drogen gehandelt - die Folgen dieser Art illegalen Betäubungsmittelhandels seien schwerwiegend für die Gesellschaft. Zudem sahen die Richter konkrete Wiederholungsgefahr: Der Kläger habe sich nicht ersichtlich aus dem Netzwerk gelöst, in dem er die Taten begangen habe.

Das Oberverwaltungsgericht schloss sich dieser Argumentation an. Sein Einwand, er habe Kontakt zu seiner Familie und einem noch sehr jungen Kind, sei nicht geeignet, die Gefahr weiterer erheblicher Straftaten infrage zu stellen.

Der Rapper aus Dortmund gilt seit seinem Debütalbum vor zehn Jahren "FSK 18 Brutal" als feste Größe im Deutschrap und hatte seither zahlreiche Chart- und Streamingerfolge ("Verliebt in einen Gangster 2" oder "Narco Trafficante") erzielt.

Quelle: ntv.de, dpa

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