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Die Aussichten für 2026 seien "düsterReport: Unterversorgung mit Lebensmitteln ist in vielen Ländern deutlich gestiegen

24.04.2026, 16:50 Uhr
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Bei den Lebensmitteln fallen Preissteigerungen für viele Menschen besonders ins Gewicht. (Illustration)

Die akute Unterversorgung mit Lebensmitteln ist in zahlreichen Ländern der Welt laut internationalen Organisationen deutlich gestiegen.

Die akute Unterversorgung mit Lebensmitteln ist in zahlreichen Ländern der Welt laut internationalen Organisationen deutlich gestiegen. Rund 266 Millionen Menschen in 47 Ländern waren im vergangenen Jahr von massiver Nahrungsmittelknappheit betroffen, wie es in dem am Freitag in Rom veröffentlichten "Global Report on Food Crises" heißt. Das waren fast doppelt so viele wie noch 2016. Besonders ausgeprägt war die Unterversorgung mit Lebensmitteln dem Bericht zufolge in zehn Ländern: Afghanistan, Bangladesch, die Demokratische Republik Kongo, der Jemen, Myanmar, Nigeria, Pakistan, der Sudan, Südsudan und Syrien.

Zwei Drittel der weltweit von akuter Nahrungsmittelknappheit betroffenen Menschen lebten in diesen zehn Staaten, konstatiert der Report, der auf Daten der UNO, der EU und humanitärer Organisationen beruht. Der Bericht wird alljährlich von UN-Organisationen, der EU und anderen Organisationen zusammen herausgegeben. Offiziell ausgerufene Hungersnöte herrschen demnach in Teilen des Sudan und im Gazastreifen.

Die Aussichten für 2026 seien "düster", weil der Klimawandel "die Bedingungen in vielen Ländern verschlechtert" und die internationale Hilfe zurückgehe, heißt es ferner in dem Bericht. Ein weiterer Faktor bei der Ernährungsunsicherheit sei der Iran-Krieg, der zu Migrationsbewegungen führe und die Kosten für Düngemittel in die Höhe treibe.

Der Leiter des zur UNO gehörenden Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (Ifad), Alvaro Lario, forderte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mehr Hilfen für Kleinbauern, beispielsweise für Investitionen in hitzeresistente Pflanzen. Krisen könnten auch gemildert werden, indem Landwirte Düngemittel vor Ort produzierten.

Die Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger forderte "verlässliche finanzielle Zusagen" und politische Initiativen, um Hungersnöte zu verhindern. Der Rückgang bei der Finanzierung humanitärer Maßnahmen sei "unverständlich", erklärte der Geschäftsführer der Organisation, Jan Sebastian Friedrich-Rust.

Quelle: ntv.de, afp

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