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Doppelt so teuer seit DezemberRussland: Hohe Salatgurken-Preise sorgen für Unmut in der Bevölkerung

17.02.2026, 16:12 Uhr
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(Foto: IMAGO/Manfred Segerer)

Ein drastischer Preisanstieg bei Salatgurken sorgt in Russland für Unmut in der Bevölkerung und ruft nun die Politik auf den Plan.

Amtlichen Statistiken zufolge haben sich die Preise seit Dezember verdoppelt und liegen nun bei durchschnittlich gut 300 Rubel (3,60 Euro) pro Kilogramm. In den sozialen Medien kursieren Bilder von Preisen, die teils das Zwei- oder Dreifache betragen. Unter dem Druck von Politikern, die in diesem Jahr vor Parlamentswahlen stehen, hat die Kartellbehörde Produzenten und Einzelhändler zu einer Stellungnahme aufgefordert.

Der Fraktionschef der Partei Gerechtes Russland in der Duma, Sergej Mironow, sprach von einer neuen "Delikatesse" in den Läden. Das Landwirtschaftsministerium habe die hohen Preise mit der Saisonalität begründet. "Dieselbe Erklärung benutzten sie für die 'goldenen' Kartoffeln im letzten Jahr, und jetzt sind es 'vergoldete' Gurken", sagte Mironow. "Was sollen die Leute tun? Einfach akzeptieren, dass sie sich die grundlegendsten Lebensmittel nicht leisten können?" Der Preisschock fällt mit einem allgemeinen Preisanstieg von 2,1 Prozent seit Jahresbeginn zusammen. Die Regierung hat die Mehrwertsteuer im Januar angehoben, da der seit fast vier Jahren anhaltende Krieg gegen die Ukraine für Löcher im Staatshaushalt sorgt.

Die Preise für Gurken übersteigen mittlerweile die für importiertes Obst wie Bananen. Einige Supermärkte in Sibirien begrenzen die Abgabemenge pro Kunde. Mironows Partei und die Kommunisten haben vorgeschlagen, die Aufschläge der Einzelhändler auf Grundnahrungsmittel zu deckeln. Ein Abgeordneter der Regierungspartei versuchte, das Problem herunterzuspielen, wurde aber von Nutzern in sozialen Medien zurechtgewiesen. "Früher hieß es, die Eier seien 'golden'. Jetzt sind es die Gurken", schrieb eine Nutzerin. Die Produzenten versicherten jedoch, dass die Preise im nächsten Monat mit wärmerem Wetter wahrscheinlich sinken würden.

Quelle: ntv.de, rts

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