Sturzflut in ItalienSuche nach deutscher Großmutter und Baby

Nach Überschwemmungen in der Toskana sucht die italienische Feuerwehr nach einer Großmutter und ihrem Enkel, die laut Medienberichten aus Deutschland stammen. Das fünf Monate alte Baby und seine Oma würden seit Montagabend in Montecatini Val di Cecina vermisst, teilte die Feuerwehr im Onlinedienst X mit. Die Eltern des Kindes und der Großvater hätten sich auf das Dach ihres Ferienhauses retten können, als der Bach Sterza nach heftigen Regenfällen zu einem reißenden Fluss geworden sei.
Die Suche laufe mit Tauchern, einem Helikopter, Drohnen und Suchhunden, teilte die Feuerwehr auf X mit. Ein Feuerwehrsprecher sagte der italienischen Nachrichtenagentur Ansa, es handele sich um deutsche Touristen. Das Baby sei der Großmutter von den Fluten aus dem Arm gerissen worden, sagte der Bürgermeister Montecatini Val di Cecina, Francesco Auriemma, der Zeitung "Corriere della Sera". Bei dem Versuch, es zu retten, sei auch sie mitgerissen worden.
Im Norden Italiens gabe es in diesem Monat bereits mehrfach Überschwemmungen. Experten sehen den menschengemachten Klimawandel als Ursache dafür, dass Unwetter häufiger auftreten und intensiver werden.