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Annäherung auf der HalbinselSüdkorea bietet Nordkorea erstmals seit sieben Jahren Militärgespräche an

17.11.2025, 14:28 Uhr
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(Foto: picture alliance / Bildagentur-online)

Erstmals seit sieben Jahren hat Südkorea dem verfeindeten Nordkorea Militärgespräche vorgeschlagen, um Zusammenstöße an der Grenze zu verhindern.

"Um unbeabsichtigte Zusammenstöße zu verhindern und militärische Spannungen zu lösen, schlägt unsere Armee offiziell vor, dass die beiden Seiten inter-koreanische Militärgespräche führen", sagte der südkoreanische Vize-Verteidigungsminister Kim Hong Cheol am Montag bei einer Pressekonferenz. Ziel sei es, die "Schaffung einer klaren Referenzlinie" für die militärische Demarkationslinie, die De-Facto-Grenze zwischen beiden Ländern, zu diskutieren.

Kim betonte, nordkoreanische Soldaten hätten wiederholt die Demarkationslinie übertreten, taktische Straßen und Zäune errichtet und Minen gelegt. Südkoreanische Soldaten hätten in Reaktion darauf Warnschüsse abgefeuert und die Nordkoreaner mit Durchsagen im Rundfunk zum Rückzug aufgerufen, fügte er hinzu.

Sollte Nordkorea den Gesprächen zustimmen, wären es die ersten dieser Art seit 2018. Nord- und Südkorea befinden sich heute formal weiterhin im Kriegszustand, weil nach dem Koreakrieg (1950 bis 1953) kein Friedensvertrag geschlossen wurde. Die Demarkationslinie liegt in der stark gesicherten Demilitarisierten Zone (DMZ), einer vier Kilometer breiten und 250 Kilometer langen Pufferzone zwischen Nord- und Südkorea.

Südkoreas Präsident Lee Jae Myung hat seit seinem Amtsantritt im Juni verschiedene Schritte unternommen, um die Spannungen zwischen Seoul und Pjöngjang abzubauen. Damit grenzt er sich deutlich von seinem konservativen Vorgänger Yoon Suk Yeol ab. Lee hat Propaganda-Lautsprecher entlang der Grenze abbauen lassen und den Abwurf von Flugblättern, die sich gegen Pjöngjang richten, verboten. Nordkorea ließ Lees Annäherungsversuche bislang unbeantwortet.

Quelle: ntv.de, AFP

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