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Analyse des BundeskartellamtsTankrabatt kam zu rund 80 Prozent bei Autofahrern an

10.07.2026, 11:20 Uhr
Seit-dem-01-05-2026-gilt-der-Tankrabatt-Die-Bundesregierung-hat-die-Energiesteuer-auf-Benzin-und-Diesel-bis-Ende-Juni-gesenkt-Die-Ersparnis-soll-bei-rund-17-Cent-pro-Liter-liegen-Ein-gelbes-Auto-wird-an-einer-Tankstelle-betankt-Die-Tankpistole-befindet-sich-im-Tank-eines-Fahrzeuges-Tankstelle-am-21-06-2026-in-Siegen-Deutschland-The-fuel-rebate-has-been-in-effect-since-May-1-2026-The-federal-government-has-reduced-the-energy-tax-on-gasoline-and-diesel-through-the-end-of-June-The-savings-are-expected-to-be-around-17-cents-per-liter-A-yellow-car-is-being-filled-up-at-a-gas-station
(Foto: IMAGO/Rene Traut)

Der Tankrabatt im Mai und Juni ist zu rund 80 Prozent bei den Autofahrern angekommen.

Bei Diesel seien 82,6 Prozent der Senkung Verbrauchern zugutegekommen, bei E5-Benzin seien es 77,8 Prozent gewesen, teilte das Bundeskartellamt am Freitag in Bonn mit. Der staatlich gewährte Rabatt in Form einer Senkung der Energiesteuer als Reaktion auf die sprunghaft gestiegenen Tankstellenpreise nach Ausbruch des Nahost-Krieges betrug eigentlich knapp 17 Cent pro Liter. Bei Diesel habe es dazu eine Lücke von 2,9 Cent gegeben, bei Benzin von 3,7 Cent.

"Über den gesamten Zeitraum zeigt sich, dass die Steuerentlastung nicht vollständig, aber überwiegend an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben wurde", sagte Kartellsamtschef Andreas Mundt. Rund um den 1. Juli seien die Preise an der Zapfsäule dann um 17 bis 19 Cent gestiegen und damit im erwartbaren Bereich. Der Tankrabatt hatte den Bund rund 1,6 Milliarden Euro gekostet und war von Ökonomen stark kritisiert worden, weil er nicht zielgenau bedürftigen Menschen unter die Arme greift.

Die schwarz-rote Bundesregierung hatte als Folge des Krieges auch eine 12-Uhr-Regel eingeführt. Tankstellen dürfen seitdem nur noch ein Mal am Tag zur Mittagszeit die Preise anheben, aber jederzeit senken. Das sollte für mehr Transparenz sorgen. Mundt sagte, es gebe seitdem auch deutlich weniger Schwankungen. "Im Durchschnitt werden die Preise heute nur noch knapp acht Mal täglich geändert - vor Einführung der Regel haben wir in manchen Fällen bis zu 50 Änderungen am Tag gesehen." Kurz vor 12 Uhr sei es am günstigsten. Mundt ergänzte, man sollte möglichst nie in den Stunden nach 12 Uhr tanken, ab 18 Uhr sei die mittägliche Preiserhöhung schon wieder um fast 80 Prozent abgeschmolzen.

Laut Kartellamt gab es im zweiten Quartal 2026 nur in gut zwei Prozent der Fälle Preiserhöhungen zu anderen Tageszeiten. Gegen Verstöße müssten die Länder vorgehen.

Quelle: ntv.de, rts

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