"Gestiegene Energiepreise"US-Firmen steigern Produktion im Mai nur minimal

Die US-Unternehmen haben ihre Produktion im Mai kaum gesteigert. Industrie, Versorger und Bergbau stellten zusammen nur 0,1 Prozent mehr her als im Vormonat, wie die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am Montag mitteilte.
Die US-Unternehmen haben ihre Produktion im Mai kaum gesteigert. Industrie, Versorger und Bergbau stellten zusammen nur 0,1 Prozent mehr her als im Vormonat, wie die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am Montag mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten einen Zuwachs von 0,2 Prozent erwartet, nach revidiert 0,9 Prozent im April. Der Ausstoß der Industrie allein stagnierte gegenüber dem Vormonat. Auf diesen Sektor entfallen in den USA gut zehn Prozent der Wirtschaftsleistung.
Die US-Wirtschaftsaktivität hat in jüngster Zeit leicht zugelegt, leidet jedoch unter den gestiegenen Energiepreisen infolge des Iran-Krieges. Das geht aus dem Anfang des Monats veröffentlichten Konjunkturbericht "Beige Book" der Fed hervor. Die mit dem Konflikt verbundenen Energiekosten sind demnach der Haupttreiber für den Inflationsdruck. Dies wirke sich auf Bereiche wie Verkehr, Verpackungen, Lebensmittel und Düngemittel aus. Die Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate blieben aufgrund der hohen Unsicherheit und Anzeichen für sinkende Konsumausgaben verhalten.
Die USA und der Iran haben sich mittlerweile auf ein vorläufiges Abkommen zur Beendigung ihres Krieges und zur Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Meerenge Straße von Hormus geeinigt. Die Vereinbarung sieht ein Ende der militärischen Konflikte vor, lässt jedoch die Zukunft des iranischen Atomprogramms für spätere Verhandlungen offen.