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Unicredit-Chef will europäische Großbank schmiedenUnicredit will Ergebnis für Commerzbank-Übernahmeangebot vorlegen

07.07.2026, 17:56 Uhr
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Seit dem Einstieg der Unicredit im September 2024 wehrt sich die Commerzbank gegen eine Übernahme durch die Italiener. (Archivbild)

Die Unicredit hält den Druck auf die Commerzbank hoch. Am Mittwoch will sie finale Zahlen zu ihrem Übernahmeangebot veröffentlichen. Das Ergebnis könnte richtungsweisend sein.

Seit Monaten spitzt sich der Kampf um die Commerzbank zu, nun will die Unicredit das finale Ergebnis ihres Übernahmeangebots veröffentlichen. An diesem Mittwoch sollen neue Zahlen der Großbank aus Mailand zeigen, wie viele Aktionäre das Angebot für einen Aktientausch angenommen haben.

Die Unicredit, die im September 2024 bei der Commerzbank eingestiegen war, hatte Anfang Mai ein Übernahmeangebot für den Dax-Konzern vorgelegt, das bis 3. Juli verlängert wurde. Sie bot 0,485 eigene Aktien je Commerzbank-Papier. Umgerechnet lag die Offerte der Unicredit lange unter dem Kurs der Commerzbank-Aktien. Zuletzt wurde das Angebot der Italiener aber mit dem steigenden Aktienkurs der Unicredit zunehmend attraktiver.

Unicredit-Chef Andrea Orcel will mit einer Übernahme der Commerzbank eine europäische Großbank schmieden. Er sieht Potenzial für Milliardeneinsparungen inklusive des Abbaus von 7.000 Stellen bei der Commerzbank. 

Nach jüngstem Stand vom 19. Juni hat sich die Unicredit fast 40 Prozent der Anteile des Dax-Konzerns direkt gesichert, über Kaufoptionen Zugriff auf mehr als drei Prozent der Commerzbank-Aktien und hielt weitere Finanzinstrumente. Überschreitet die Unicredit die Marke von 50 Prozent, könnte sie entscheidend Einfluss auf das Commerzbank-Management nehmen. 

Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp lehnt eine Übernahme ebenso ab wie der Bund. Der deutsche Staat, dessen Aktienverkauf im September 2024 zum Einfallstor für die Unicredit wurde, hat jüngst erneut klargemacht, dass er seine restlichen gut zwölf Prozent nicht verkaufen wird.

Quelle: ntv.de, dpa

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