Rückgang in EuropaZahl der Asylanträge in EU, Norwegen und Schweiz geht 2025 erneut deutlich zurück

Die Zahl der Asylanträge in der EU sowie in Norwegen und in der Schweiz ist im vergangenen Jahr erneut deutlich zurückgegangen.
Insgesamt wurden in den 27 EU-Staaten und den beiden Partnerländern rund 822.000 Anträge registriert, was einem Rückgang um etwa ein Fünftel im Vergleich zu 2024 (minus 19 Prozent) entspricht. Dies geht aus dem neuen Jahresbericht der EU-Asylagentur EUAA mit Sitz in Malta hervor.
Grund für den deutlichen Rückgang ist dem Bericht zufolge vor allem, dass es weniger Asylanträge von Menschen aus Syrien (42.000, 2024 waren es 151.000), aber auch aus Bangladesch (37.000) und der Türkei (33.000) gab. In Syrien gibt es seit dem Sturz von Langzeitherrscher Baschar al-Assad Ende 2024 bei den Menschen Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
EU-Migrationskommissar Magnus Brunner führte den Rückgang der Asylanträge zudem auf die europäische Migrationspolitik zurück. "Ein zentraler Faktor dabei ist unser konsequentes Engagement in den Ländern entlang der Migrationsrouten", teilte Brunner mit. Die EU verstärkte zuletzt die Zusammenarbeit mit Ländern wie Ägypten oder Libyen - auch um Migranten davon abzuhalten, irregulär nach Europa zu kommen.