Wirtschaft

Meistverkaufte deutsche HeizungAbsatz von Wärmepumpen steigt um 55 Prozent

31.01.2026, 07:25 Uhr
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Wärmepumpen stehen im Werk Höxter von Stiebel Eltron: Bremst Schwarz-Rot mit der geplanten Reform des Gebäudeenergiegesetzes den Verkauf? (Foto: picture alliance/dpa)

Wachablösung auf dem Heizungsmarkt: Die Wärmepumpe schubst den Gasbrennwertkessel vom Verkaufsthron. Doch die Branche ist unzufrieden, sie wünscht sich stabile Vorgaben und Förderbedingungen. Sonst müsse die Bundesregierung mit Stellenabbau und Kurzarbeit rechnen.

Die Heizungsbranche hat im vergangenen Jahr so wenig Anlagen verkauft wie zuletzt 2010: Abgesetzt wurden 627.000 Geräte in Deutschland, ein Minus im Vorjahresvergleich von zwölf Prozent, wie der Bundesverband der deutschen Heizungsindustrie (BDH) der "Welt am Sonntag" mitteilte. Einen deutlichen Zuwachs gab es jedoch bei Wärmepumpen, die damit den Gasbrennwertkessel als bislang meistverkauften Wärmeerzeuger ablösten.

Der Absatz von Wärmepumpen stieg den Angaben zufolge 2025 um 55 Prozent auf rund 299.000 Geräte. Laut BDH wurden hingegen nur noch 229.000 Gasbrennwertkessel verkauft, 36 Prozent weniger als im Vorjahr. Ölheizungen wurden nur noch 22.500 verkauft. Ein Plus von 23 Prozent gab es bei Biomasse-Heizungen, der Verkauf von Öfen für Holzpellets legte dabei um 38 Prozent zu. Insgesamt waren es aber nur rund 29.000 Anlagen.

"Die Lage ist schwierig"

"Die Lage ist schwierig, die Heizungsindustrie steht vor wirtschaftlichen Herausforderungen", sagte BDH-Hauptgeschäftsführer Markus Staudt der Zeitung. Er mahnte "endlich stabile gesetzliche Vorgaben und Förderbedingungen" an. Andernfalls sei mit "personellen Maßnahmen" wie Stellenabbau und Kurzarbeit zu rechnen. 2024 war der Absatz von Heizanlagen den Angaben zufolge bereits um 25 Prozent eingebrochen.

Die schwarz-rote Koalition wollte eigentlich bis Ende Januar Eckpunkte eines neuen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) vorlegen. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagte am Freitag, die Gespräche zwischen den Ministerien und den Fraktionen liefen noch. "Wir sind sehr bemüht, zu einem baldigen Abschluss zu kommen."

Die letzte Reform des GEG inklusive der 65-Prozent-Regel wurde von der Ampel-Regierung verabschiedet und wird oft Heizungsgesetz genannt. CDU, CSU und SPD vereinbarten in ihrem Koalitionsvertrag, dieses Gesetz "abzuschaffen" - gleichzeitig will die SPD an der Grundidee festhalten, den Einbau klimafreundlicher Heizungen voranzutreiben.

Quelle: ntv.de, chr/AFP

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