Wirtschaft

Investitionen in die Zukunft Apple stützt Aktienkurs

Am 28. Januar fällt Apples Aktienkurs um 8 Prozent. Enttäuschende iPhone-Verkäufe sind der Grund. Die Konzernführung glaubt aber weiter an den Erfolg - und handelt. Eine Milliardensumme fließt.

Der US-Technologiekonzern Apple hat nach der Bekanntgabe der enttäuschenden Quartalsbilanz vor zwei Wochen Aktien im Wert von 14 Milliarden Dollar zurückgekauft. Dies teilte ein Firmensprecher mit. "Das bedeutet, dass wir auf Apple setzen. Es bedeutet, dass wir wirklich auf das vertrauen, was wir tun und was wir noch tun wollen", sagte Apple-Chef Tim Cook in einem Interview in einem Konferenzzimmer der Apple-Konzernzentrale. "Wir sagen das nicht nur. Wir zeigen das über unser Handeln."

Apple (USD)
Apple 139,07

Am 28. Januar fiel Apples Aktienkurs um 8 Prozent, nachdem das Unternehmen tags zuvor niedrigere iPhone-Verkäufe als erwartet gemeldet und vor einem niedrigeren Umsatz im laufenden Quartal gewarnt hatte. Cook sagte, Apples Vorstände seien "überrascht" gewesen über den Kursrutsch. Er wolle deshalb jetzt "aggressiv" und "opportunistisch" sein.

Einschließlich des jüngsten Aktienrückkaufs hat der größte US-Technologiekonzern in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 40 Milliarden Dollar für den Erwerb eigener Anteilsscheine ausgegeben. Laut Cook hat keine Firma je zuvor mehr Geld für eine solche Aktion ausgegeben.

Unternehmen nutzen Aktienrückkäufe, wenn sie über mehr Geld verfügen als aktuell benötigt wird. Apple steht unter Druck von Aktionären wie dem Finanzinvestor Carl Icahn, Anteilseigner stärker am Gewinn zu beteiligen. Insgesamt will der Konzern nach Angaben vom April Aktien im Wert von 60 Milliarden Dollar zurückkaufen. Zudem wurde damals die Dividende erhöht, um insgesamt bis 2015 über 100 Milliarden Dollar auszuschütten. Im März oder April will Apple im Detail Einblick in das laufende Programm geben.

Quelle: ntv.de, bad/rts