Wirtschaft

Konzernumbau zehrt Beiersdorf mit Gewinnwarnung

Das Jahr 2010 ist für Beiersdorf ein schwieriges. Das Hamburger Unternehmen muss für den Umbau immense Kosten tragen. Der Dax-Konzern geht somit mit seiner Prognose für dieses Jahr runter.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Nivea-Hersteller Beiersdorf hat seine Prognose für das laufende Jahr gesenkt. Grund sind die Kosten des Unternehmensumbaus wegen des schwächelndes Pflege- und Kosmetikgeschäfts. Der Vorstand habe ein Maßnahmen- und Investitionspaket beschlossen, teilte das Hamburger Dax-Unternehmen mit.

Damit fallen Artikel, die nicht gut laufen, aus dem Sortiment. Aus dem Geschäft der dekorativen Kosmetik will Beiersdorf in Deutschland aussteigen.

Gleichzeitig soll Geld in die Entwicklung neuer Produkte fließen, mit denen Beiersdorf die wegfallenden Umsätze mittelfristig aufgefangen will. Die im Dax notierte Aktie rutschte nach der Mitteilung deutlich ins Minus.

Beiersdorf geht eigenen Angaben davon aus, dass bis 2012 Aufwendungen von rund 270 Millionen Euro anfallen. Davon werden 120 Millionen Euro noch in diesem Jahr wirksam. Die Ebit-Umsatzrendite werde im Gesamtjahr rund neun Prozent betragen und nicht wie zuvor angenommen elf Prozent. Der Konzernumsatz soll um zwei bis drei Prozent (zuvor drei Prozent) steigen.

Außerdem trennt sich Beiersdorf von seinem Finanzvorstand. Bernhard Düttmann wird das Unternehmen Anfang des kommenden Jahres verlassen. Seine Nachfolge soll Ulrich Schmidt antreten.

Quelle: ntv.de, dpa