Wirtschaft
Mittwoch, 30. Juni 2010

Grünes Licht aus dem Kartellamt: Berggruen bekommt Karstadt

Auf dem Weg zu ihrer Rettung überwindet die insolvente Warenhauskette Karstadt eine wichtige Hürde: Die deutschen Wettbewerbshüter machen die Bahn frei für den Einstieg von Hoffnungsträger Nicolas Berggruen. Jetzt hängt alles am Vermieter.

Im Streit um millionenschwere Mietnachlässe für die Karstadt-Warenhäuser steht eine Einigung noch aus: Karstadt-Hauptvermieter Highstreet hätte die Kette am liebsten selbst übernommen.
Im Streit um millionenschwere Mietnachlässe für die Karstadt-Warenhäuser steht eine Einigung noch aus: Karstadt-Hauptvermieter Highstreet hätte die Kette am liebsten selbst übernommen.(Foto: picture alliance / dpa)

Der Investor Nicolas Berggruen ist auf dem Weg zur Übernahme der insolventen Warenhauskette Karstadt einen wichtigen Schritt vorangekommen. Das Bundeskartellamt gab die Pläne Berggruens zum Kauf Karstadts ohne Auflagen frei, wie ein Sprecher der Behörde sagte. Berggruen sei bislang nicht im Warenhausgeschäft tätig, deshalb sei keine Beeinträchtigung des Wettbewerbs zu befürchten, sagte er zur Begründung.

Die Genehmigung der Übernahme der Tochter des insolventen Arcandor-Konzerns durch das Kartellamt ist eine der beiden Bedingungen für die Umsetzung des Kaufvertrags Berggruens für die Kette mit 120 Warenhäusern und rund 25.000 Beschäftigten.

Die zweite Hürde hat Berggruen aber noch nicht genommen: Er muss eine Einigung mit den Vermietern der Warenhäuser, dem Konsortium Highstreet um die US-Bank Goldman Sachs, über die Höhe der künftigen Mieten erzielen. Erst dann wird der Kaufvertrag wirksam.

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Quelle: n-tv.de