Wirtschaft

Staropramen bald mit Beck's? Bieterstreit um Tschechenbier

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StarBev bald wieder in Anheuser-Busch-Hand?

Starbev/CVC Capital

Die Kassen der großen Bierkonzerne sind prall gefüllt. Das Angebot an zum Verkauf stehenden namhaften Brauereien ist dagegen klein. Die Beck's-Mutter Anheuser Busch wirft deshalb ein Auge auf Tschechien. StarBev rückt in den Fokus der US-Amerikaner, bekannt etwa für die Marke Staropramen.

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Der Bierkonzern Anheuser-Busch Inbev, der etwa die deutsche Marke Beck's besitzt, denkt einem Pressebericht zufolge darüber nach, den tschechischen Brauer StarBev zurückzukaufen. Das Geschäft könnte ein Volumen von bis zu 3 Mrd. Dollar haben, berichtet das "Wall Street Journal Europe" unter Berufung auf Kreise. Neben Anheuser-Busch haben demnach auch Konkurrenten wie SABMiller, Carlsberg, Heineken, Molson Coors Brewing und den japanischen Brau- und Spirituosenkonzern Asahi sowie Beteiligungsgesellschaften ein Auge auf das tschechische Unternehmen geworfen.

Allerdings hat Anheuser-Busch dem Bericht zufolge ein Vorkaufsrecht. Der Konzern hatte Ende 2009 sein Brauerei-Geschäft in Mittel- und Osteuropa an den Finanzinvestor CVC Capital Partners verkauft, der es in StarBev umbenannte. Seit Ende 2011 habe der Investor eine Reihe von Interessensbekundungen für den Brauer bekommen, schreibt die Zeitung. StarBev ist neben Tschechien auch in Bosnien, Bulgarien und Kroatien aktiv und besitzt eine Reihe lokaler Biermarken wie Bergenbier, Borsodi, Jelen, Kamenitza, Niksicko und Ozujsko, aber auch das in Deutschland bekannte Bier Staropramen.

Obwohl Schulden- und Wirtschaftskrise das Geschäft von StarBev in letzter Zeit beeinträchtigt hatten, sei das Unternehmen dennoch für expansionshungrige Firmen interessant, berichtet die Zeitung. Weltweit stünden derzeit nicht viele Brauereien zum Verkauf, gleichzeitig seien die Kassen der großen Bierkonzerne gut gefüllt.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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