Wirtschaft

Total-Plus kleckert Chevron-Gewinn klotzt

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Leichter Gewinnrückgang bei Total, der aber erwartet worden war.

(Foto: REUTERS)

Chevron gehört zu den fünf gewinnträchtigsten Konzernen 2011. In diesem Jahr könnte es für den US-Ölmulti noch einen Schritt nach oben gehen, denn von Januar bis März legt der Überschuss zu. Die deutlich gestiegenen Ölpreise machen sich bemerkbar. Total kann da nicht ganz mithalten.

Der US-amerikanische Ölkonzern Chevron hat seinen Gewinn im 1. Quartal um 4 Prozent auf unterm Strich 6,5 Mrd. Dollar gesteigert (4,9 Mrd. Euro). Der höhere Ölpreis glich eine gesunkene Produktion mehr als aus. Chevrons Aktionäre dürfen sich über eine 11 Prozent höhere Quartalsdividende von 90 Cent freuen. Der französische Mineralölkonzern Total verzeichnete derweil im 1. Quartal trotz des hohen Ölpreises einen leichten Gewinnrückgang.

Chevron-Konzernchef John Watson erklärte am Freitag am Firmensitz im kalifornischen San Ramon: "Wir haben im 1. Quartal weiterhin starke Ergebnisse eingefahren." Chevron gehört zu den Riesen der Branche. Auf der Liste der bestverdienenden Unternehmen der Welt des US-Magazins "Forbes" landeten die Amerikaner im vergangenen Jahr auf Platz 5 mit einem Gewinn von 26,9 Mrd. Dollar.

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Es ist durchaus möglich, dass Chevron die Zahl in diesem Jahr noch übertrifft. Dafür sollen auch neu erschlossene Öl- und Gasfelder sorgen. "Die neue Produktion läuft wie geplant an", sagte Watson. Einige ältere Projekte bereiten dem Konzernlenker allerdings Kopfzerbrechen: In Brasilien waren bei einer Bohrung große Mengen Öl ausgetreten. Der Staat fordert milliardenschweren Schadenersatz. Ein anderer Fall von Umweltverschmutzung in Ecuador schleppt sich seit zwei Jahrzehnten durch die Gerichtsinstanzen.

Exxon bleibt vorn

Chevron ist jedoch bei weitem nicht der Spitzenverdiener in der Branche. Primus ExxonMobil - der in Deutschland hinter den Esso-Tankstellen steckt - kam im 1. Quartal auf einen Gewinn von 9,5 Mrd. Dollar, die britisch-niederländische Shell auf 8,7 Mrd. Dollar. Beide Konzerne hatten jedoch im Vorjahreszeitraum noch mehr verdient.

Bei Chevron stieg der Umsatz minimal um weniger als 1 Prozent auf 58,9 Mrd. Dollar. Die US-Amerikaner konnten sowohl aus der Förderung von Öl und Gas (Upstream) als auch aus der Weiterverarbeitung in den Raffinerien (Downstream) mehr Geld herausschlagen.

Total kämpft mit Gasleck

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Bei Total sank der um Sondereffekte bereinigte Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Prozent auf 3,07 Mrd. Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Damit übertraf der mit einem Gasleck in der Nordsee kämpfende Konzern allerdings die Markterwartungen leicht. Der hohe Ölpreis sei zwar günstig für die Förderaktivitäten gewesen, aber gleichzeitig schwierig für das Raffinerie- und Chemiegeschäft, hieß es. Der Konzern sei mit der Gewinn-Entwicklung zufrieden.

Seinen Umsatz steigerte Total im Berichtszeitraum um 11 Prozent auf 51,2 Mrd. Euro. Rund zwei Wochen nach Räumung der Plattform "Elgin" wegen eines Gaslecks hatte der Betreiber Total einen Plan zum Stopfen des Loches vorgelegt. Demzufolge soll die Quelle wie angekündigt erst mit Schlamm und später mit Beton gefüllt werden.

Sobald der Schlamm das Gas ersetzt habe, sei der Druck wieder ausgeglichen und die Quelle unter Kontrolle. In einer Erklärung hatte der Konzern am Donnerstag zudem die Installation eines technischen Systems bekanntgegeben, welches das Gas von der Plattform wegleitet.

Quelle: ntv.de, dpa