Wirtschaft

Fusion mit Fyffes soll kommen Chiquita gibt Brasilianern Korb

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Das Chiquita-Management setzt auf Fyffes.

(Foto: picture alliance / dpa)

Chiquita will übernehmen und nicht selbst übernommen werden. Die Führungsriege des US-Bananenriesen will die Fusion mit dem irischen Konzern Fyffes durchsetzen. Übernahmeangebote aus Brasilien kommen da ungelegen.

Der US-Bananenkonzern Chiquita weist das Übernahmeangebot zweier brasilianischer Konzerne zurück. Die Offerte sei "ungenügend und nicht im besten Interesse der Chiquita-Aktionäre". Insgesamt 625 Millionen US-Dollar wollen die Brasilianer für den US-Fruchtkonzern hinblättern. Zugleich betonte das Management erneut, es empfehle seinen Anlegern grünes Licht für eine Fusion mit dem irischen Obstimporteur Fyffes.

Doch die brasilianische Cutrale - einer der größten Orangensafthersteller weltweit - und die Investmentfirma Safra geben nicht klein bei. Sie buhlen um die Chiquita-Aktionäre mit einem Aufschlag von fast 30 Prozent auf den Schlusskurs vom vergangenen Freitag zu einem Preis von 13 Dollar je Anteilsschein.

Basteln am weltgrößten Bananenkonzern

In zwei separaten Mitteilungen zeigten sich Cutrale und Safra "extrem enttäuscht" von Chiquitas Entscheidung und wägen nunmehr alle Alternativen ab. "Den Interessen der Chiquita-Aktionäre ist am besten gedient, wenn das Board mit uns in Verhandlungen tritt", betonten beide Unternehmen.

Die Fusion von Chiquita und Fyffes soll den weltgrößten Bananenkonzern schaffen. Gleichzeitig wollen beide Unternehmen eine sogenannte Inversion nutzen, bei der der Firmensitz in ein Land mit niedrigen Körperschaftssteuern verlegt wird.

Der neue Konzern soll in Dublin firmieren, wo die Steuern generell niedriger sind als in den USA, hatten beide Unternehmen im März angekündigt. Nach der Bekanntgabe folgten eine Reihe weiterer Konzerne, die ebenfalls transatlantische Inversionen planten.

Quelle: ntv.de, wne/DJ