Wirtschaft

Tricks beim Goldpreis-Fixing? Deutsche Bank ermittelt intern

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Rückzug aus dem Goldpreis-Fixing: Das umstrittene Verfahren findet künftig ohne die Deutsche Bank statt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Verdachtsmomente der Aufseher hängen wie ein dunkler Schatten über Deutschlands prominentestem Kreditinstitut. Offenbar nimmt die Deutsche Bank das Treiben der Londoner Händlern bereits seit Monaten selbst unter die Lupe.

Die Deutsche Bank hat bislang unbestätigten Angaben aus dem Umfeld des Geldhauses zufolge interne Ermittlungen zur täglichen Festlegung des Goldpreises in London angesetzt.

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Die Untersuchung sei bereits vor gut einem Jahr eingeleitet worden, hieß es, als Vertreter der deutschen Börsenaufsicht Bafin der Deutschen Bank in London wegen des Verdachts auf Manipulationen einen Besuch abstatteten.

Die Deutsche Bank wolle die Handelsaktivitäten genau unter die Lupe nehmen, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen nicht benannten Insider. Eine Überlegung dabei: Sollte die Bank auf Basis der Untersuchung frühzeitig interne Maßnahmen ergreifen, könnte sie damit womöglich die Wirkung von Sanktionen der Aufsichtsbehörden mildern.

Künftig lieber nicht mehr

Die Deutsche Bank hatte zu Jahresbeginn offiziell beschlossen, sich künftig nicht mehr an der Feststellung der offiziellen Referenzpreise für Gold und Silber zu beteiligen. Deutschlands prominentestes Geldhaus war im Sommer 2013 in diesem Bereich ins Visier der Aufsichtsbehörden geraten.

Die Aufseher untersuchen, ob es dort ebenfalls zu Manipulationen gekommen ist. Die zumindest teilweise erfolgreichen Versuche von Banken, Referenzsätze wie den Zinssatz Libor oder auch Devisenkurse zu lenken, haben die Aufseher und Marktteilnehmer weltweit aufgeschreckt.

Quelle: ntv.de, mmo/rts