Wirtschaft

Umsätze gestiegen Eurostärke kostet Dax-Konzerne Milliarden

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die 30 deutschen Top-Unternehmen kommen solide ins Jahr. Allein die Autokonzerne erlösen ein Drittel der Gesamtumsätze. Abstriche müssen wieder die Energiekonzerne machen. Dämpfer in den Bilanzen ist der Euro.

Die 30 Dax-Konzerne haben trotz der Ukraine-Krise und des starken Euros im ersten Jahresviertel größtenteils mehr umgesetzt und verdient. Gebremst wurde das Wachstum der Konzerne der Studie zufolge vor allem wegen der negativen Währungseffekte. Der starke Euro kostete die Unternehmen allein zwischen Januar und Ende März etwa 6,5 Milliarden Euro an Umsatz, wie die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young mitteilten. Besonders gut schnitten die Autokonzerne im ersten Jahresviertel ab. Dagegen litten die Energieversorger unverändert unter den Folgen der Energiewende.

Insgesamt stiegen die Erlöse der Unternehmen den Angaben zufolge um 0,6 Prozent auf 309 Milliarden Euro. Einmal mehr wurde jedoch der Rekordwert aus dem Jahr 2012, als die Konzerne 313 Milliarden Euro umsetzten, verfehlt. Das operative Ergebnis der 30 Top-Firmen legte derweil um 5,9 Prozent auf den Rekordwert von 32 Milliarden Euro zu.

VW mit höchsten Umsatz - Telekom mit höchsten Ebit

Wie es weiter hieß, erlösten die Autohersteller im Dax mit 104 Milliarden Euro sechs Prozent mehr. Das operative Ergebnis legte sogar um ein Viertel auf 7,6 Milliarden Euro zu. Die Versorger setzten indes ein Zehntel weniger um. Unter dem Strich verblieb ihnen sogar ein Drittel weniger.

Die höchsten Erlöse fuhr den Angaben zufolge mit 48 Milliarden Euro der Autohersteller Volkswagen ein. Auf den Plätzen folgen Eon und Daimler. Das beste Ebit wies mit 3,1 Milliarden Euro derweil die Deutsche Telekom aus. Damit platzierte sich der einstige Staatskonzern vor Volkswagen und der Allianz. Das größte Plus erwirtschafteten Daimler und die Deutsche Börse. Die größten Abstriche mussten derweil die beiden Versorger Eon und RWE hinnehmen.

Eurostärke belastender als Ukraine-Krise

Mit Blick auf die Währungen verwies Thomas Harms, Partner bei EY, darauf, dass der Euro im ersten Quartal im Vergleich zu fast allen wichtigen Währungen zugelegt habe: Zum Dollar etwa belief sich das Plus auf 7, zum japanischen Yen sogar auf 15 Prozent.

Besonders zum Problem werde dies für Unternehmen, die in den Schwellenländern engagiert seien. Dort mögen die Geschäfte auch noch so gut laufen - "bei der Umrechnung in Euro ergeben sich erhebliche negative Effekte", hieß es.

Noch überschaubar seien indes die Belastungen durch die Ukraine-Krise. "Russland ist für die meisten deutschen Top-Konzerne nur ein Markt unter vielen. Die Einbußen in dieser Region können zumeist durch die relativ gute Entwicklung in anderen Märkten - vor allem die Erholung in Westeuropa - mehr als ausgeglichen werden", sagte Harms.

Die 30 Unternehmen beschäftigten den Angaben zufolge 3,7 Millionen Mitarbeiter - ein Plus von zwei Prozent.

Quelle: n-tv.de, jwu

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