Wirtschaft

Panzerbauer holt CDU-Politiker Ex-Minister wird Rheinmetall-Aufseher

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Vertraut mit den Produkten der deutschen Rüstungsindustrie: Jung als Minister bei einem Truppenbesuch.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Wechsel von Ministern in die Wirtschaft sorgen immer wieder für Aufregung - insbesondere wenn sie während ihrer Amtszeit mit der betreffenden Branche befasst waren. Das ist jetzt auch bei Ex-Verteidigungsminister Franz Josef Jung der Fall.

Der frühere Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung soll einem Medienbericht zufolge in den Rheinmetall-Aufsichtsrat einziehen. Der 68-jährige CDU-Politiker, der von 2005 bis 2009 an der Spitze des Verteidigungsministeriums stand und danach kurz Bundesarbeitsminister war, solle auf der Hauptversammlung am 9. Mai in das Kontrollgremium gewählt werden, berichtete "Die Welt".

Der Rheinmetall-Konzern mit 5,6 Milliarden Euro Umsatz besitzt zwei nahezu gleich große Säulen aus Automobiltechnik sowie Rüstung. Bei Rheinmetall war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Jung, der auch als Rechtsanwalt und Notar tätig ist, wäre nicht der erste Ex-Minister, der dann für Rheinmetall tätig ist. Seit Anfang 2015 ist der ehemalige Bundesentwicklungsminister und FDP-Politiker Dirk Niebel bei dem Düsseldorfer Unternehmen angestellt.

Nach der Hauptversammlung solle es auch einen Wechsel im Aufsichtsratsvorsitz geben, schreibt das Blatt. Die Amtszeit des langjährigen Vorsitzenden Klaus Greinert läuft nach 20 Jahren in dem Gremium aus. Neuer Vorsitzender solle Ulrich Grillo werden. Der Ex-Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) gehört seit 2016 dem Kontrollorgan an.

Quelle: n-tv.de, mbo/rts

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