Wirtschaft

Anleger in die Irre geführt? Exxon für Klimawandel-"Fake News" verklagt

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Exxon äußerte sich zu den Vorwürfen bisher nicht.

(Foto: picture alliance / dpa)

ExxonMobil droht juristischer Ärger. Der Ölkonzern wird verklagt, weil er Investoren getäuscht haben soll. Im Kern geht es um verschwiegene Risiken im Zuge des Klimawandels. Exxon ist dabei in guter Gesellschaft.

Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat den größten US-Ölkonzern ExxonMobil wegen mutmaßlicher Falschangaben zum Klimawandel verklagt. Das Unternehmen werde beschuldigt, Investoren über geschäftliche Risiken im Zuge einer strengeren Regulierung aufgrund der Erderwärmung getäuscht zu haben, erklärte Generalstaatsanwältin Barbara Underwood.

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Exxon habe jahrelang Anleger in die Irre geführt, die "Geld und Vertrauen" in den Konzern investiert hätten, hieß es in der Mitteilung weiter. Exxon reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage.

Underwoods Vorgänger Eric Schneiderman hatte bereits vor mehr als drei Jahren Ermittlungen gegen den Ölriesen eingeleitet. Anfang des Jahres hatte schon die Stadt New York Exxon sowie die Branchengrößen BP, Chevron, ConocoPhillips und Shell auf Zahlungen zur Bewältigung des Klimawandels verklagt. Bürgermeister Bill De Blasio forderte im Januar Entschädigung für die hohen Kosten, die der Stadt bereits durch die Erderwärmung entstanden seien und die nötig seien, um ihre Infrastruktur für die weiteren Folgen zu rüsten. Ähnliche Klagen gibt es auch von einigen anderen US-Städten und -Landkreisen.

Quelle: ntv.de, bad/dpa