Wirtschaft

Hohe Benzinpreise, hohe Gewinne ExxonMobil macht den Reibach

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ExxonMobil betreibt in Deutschland die Esso-Tankstellen.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die großen Ölkonzerne verdienen dank der hohen Energiepreise prächtig. Allen voran der Branchenprimus ExxonMobil: Mehr als 10 Mrd. Dollar Gewinn in drei Monaten, 41 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, stehen in dessen Büchern. Aber auch Shell und Statoil können sich mit ihren Ergebnissen sehen lassen.

Die großen Ölkonzerne der Welt schwimmen im Geld. Dank der hohen Ölpreise weisen die Konzerne durchweg Gewinnsprünge auf - allen voran ExxonMobil. Der weltgrößte Ölkonzern baute im zweiten Quartal seinen Gewinn um 41 Prozent auf 10,7 Mrd. Dollar aus, Europas Branchenführer Shell verdoppelte seinen Gewinn nahezu auf 8,7 Mrd. Dollar.

Die norwegische Statoil konnte ihren Überschuss sogar verneunfachen. Beim spanischen Ölkonzern Repsol verhagelten allerdings Probleme in Argentinien und der Libyen-Konflikt die Bilanz: Der Gewinn sank um elf Prozent.

Experten hadern mit ExxonMobil

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ExxonMobil hat sowohl aus der Förderung von Öl und Gas als auch aus der Weiter-verarbeitung in seinen Raffinerien mehr Profit schlagen können.

(Foto: picture alliance / dpa)

ExxonMobil konnte sowohl aus der Förderung von Öl und Gas als auch aus der Weiterverarbeitung in seinen Raffinerien mehr Profit schlagen, wie der Konzern mitteilte. Vor allem der Bereich Downstream - also die Vermarktung von Kraftstoffen, Schmierstoffen und Ölen - habe sich verbessert. Die Sparte Chemicals, die Kunststoffe und Produkte auf Erdölbasis wie Lacke und Folien herstellt, habe ihre Stärke untermauert, hieß es von Konzernseite weiter.

Den größten Anteil am Ergebnis macht aber nach wie vor die Förderung von Öl und Gas (Upstream) aus. Der Bereich verdiente 8,5 Mrd. Dollar. Der Umsatz kletterte um 36 Prozent auf 125 Mrd. Dollar. ExxonMobil betreibt in Deutschland die Esso-Tankstellen.

Experten hatten von Exxon Mobil aber noch mehr erwartet, einen Gewinn je Aktie von 2,33 Dollar statt der von ExxonMobil ausgewiesenen umgerechnet 2,18 Dollar je Anteilsschein. Die Aktie litt unter Verlusten.

Shell und Statoil stark

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Shell im Aufwind

(Foto: picture alliance / dpa)

Europas Platzhirsch Shell steigerte den Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 97 Prozent auf 8,662 Mrd. Dollar (knapp 6 Mrd. Euro). Der Umsatz von Europas größtem Ölkonzern stieg um rund ein Drittel auf 124,562 Mrd. Dollar. Der Fokus liege weiterhin darauf, Kosten zu reduzieren und die Abläufe zu verbessern, erklärte Royal Dutch Shell-Chef Peter Voser.

Norwegens größter Energiekonzern Statoil erwirtschaftete im zweiten Quartal dank gestiegener Öl- und Gaspreise einen Rekordgewinn. Der Überschuss verneunfachte sich fast im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 27,1 Mrd. Kronen (3,5 Mrd. Euro). Dank der kräftig gestiegenen Preise konnte Statoil auch Produktionsrückgänge wettmachen.

Repsol fällt aus dem Rahmen

Der spanische Ölkonzern Repsol konnte dagegen nicht vom gestiegenen Ölpreis profitieren. Der Gewinn fiel im zweiten Quartal um 11 Prozent auf 579 Mio. Euro. Die Produktion in Argentinien, einem wichtigen Markt für Repsol, ging wegen der sozialen Unruhen dort deutlich zurück. Zudem sei die Förderung in Libyen seit Anfang März nicht mehr möglich.

Quelle: ntv.de, bad/rts/dpa

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