Wirtschaft
Hier ist es recht ruhig, doch manchmal herrscht ein richtiges Gewusel vor den Bussen, wenn Passagiere ihr Gepäck holen.
Hier ist es recht ruhig, doch manchmal herrscht ein richtiges Gewusel vor den Bussen, wenn Passagiere ihr Gepäck holen.(Foto: dpa)
Donnerstag, 25. Januar 2018

Gepäck im Blick: Flixbus testet Überwachungskameras

Flixbus setzt auf Überwachungskameras im Gepäckbereich seiner Fernbusse. In einigen Bussen werden sie bereits eingesetzt. Das soll Drogenschmuggler abschrecken. Eine andere Maßnahme soll verhindern, dass Passagiere ihre Koffer verwechseln.

Flixbus reagiert auf zahlreiche Fälle von Drogenschmuggel in seinen Fernbussen. Mit Kameras im Gepäckbereich und einem neuen System zum Einchecken der Gepäckstücke will das Unternehmen das Problem in den Griff bekommen, wie es der "Wirtschaftswoche" mitteilte. Diese beiden Maßnahmen würden in einzelnen Bussen der Flotte bereits seit einigen Monaten getestet.

Schilder mit dem Hinweis "Dieser Bereich wird kameraüberwacht" in verschiedenen Sprachen mache die Fahrgäste auf die Kameraüberwachung aufmerksam. Die Überwachungstechnik und die Schilder sollen "Drogenschmuggler verunsichern", sagte ein Unternehmenssprecher. Koffer sollen mithilfe von Gepäckbändchen den Passagieren zugeordnet werden. So könne auch verhindert werden, dass Passagiere ihre Koffer verwechseln.

Um das Schmuggelproblem in seinen Bussen unter Kontrolle zu bekommen, würde das Unternehmen auch eine stärkere Präsenz von Polizeibeamten an seinen Stationen und Haltestellen "sehr begrüßen". Das private Busunternehmen verwies auf Bahnhöfe und Flughäfen, wo verstärkte Kontrollen üblich seien.

Größte Herausforderung für Flixbus ist den Angaben zufolge aber nicht Drogenschmuggel. Problematisch seien durch Kontrollen vor allem an den Grenzen bedingte Verspätungen. Laut Unternehmen sind bei Kontrollen der Bundespolizei nur 0,17 Prozent der Reisenden auffällig - dazu gehöre auch jemand, der seine Papiere nicht dabei habe.

Quelle: n-tv.de