Wirtschaft

Großprojekt ging flötenFunkwerk hat zu kämpfen

16.10.2009, 16:10 Uhr

Die Hoffnung der Thüringer Kommunikationstechnik-Firma Funkwerk auf ein ausgeglichenes Jahresergebnis ist zerstoben.

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(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Statt den Verlust von drei Mio. Euro vor Zinsen und Steuern (Ebit) aus dem ersten Halbjahr wie geplant aufzuholen, rechnet das Unternehmen aus Kölleda nun 2009 mit einem negativen Ebit von bis zu 19 Mio. Euro.

Der Umsatz, der ursprünglich auf 300 (Vorjahr: 290,2) Mio. Euro steigen sollte, werde auf 230 Mio. Euro schrumpfen, erklärte das Unternehmen. Der Aktienkurs, der vor einer Woche noch ein Jahreshoch erreicht hatte, brach ein.

Die noch im August erwartete wirtschaftliche Erholung in der zweiten Jahreshälfte bleibe wohl aus, räumte Funkwerk ein. Ein Sprecher erklärte den Umsatzeinbruch mit der Verschiebung einer Ausschreibung für ein Großprojekt in Algerien, mit der Flaute in der Autoindustrie und der Zurückhaltung von Verkehrsbetrieben bei Investitionen.

Ein zusätzlicher Stellenabbau sei aber nicht geplant, sagte er. Die Mitarbeiterzahl soll ohnehin bis Ende des Jahres auf rund 1400 (2008: 1668) schrumpfen. Für 2010 erwarte Funkwerk wieder schwarze Zahlen.

Quelle: wne/rts