Wirtschaft

Karstadt greift durch Kaufhof-Chef und Vorstände müssen gehen

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Für Roland Neuwald ist Schluss.

(Foto: picture alliance/dpa)

Kaufhof und Konkurrent Karstadt wollen ihren Fusionsdeal endgültig abschließen. Doch es gibt offenbar unterschiedliche Auffassung über den Gang der Geschäfte. In der Führungsetage von Kaufhof darf einzig der Finanzchef bleiben.

Der Warenhauskonzern Karstadt greift nach dem Zusammenschluss mit dem Konkurrenten Galeria Kaufhof im Top-Management durch. Bis auf eine Ausnahme müssen alle Vorstände ihren Hut nehmen. Die operative Führung des fusionierten Unternehmens wird Karstadt-Chef Stephan Fanderl übernehmen. Die freiwerdenden Posten im Top-Management bei Galeria Kaufhof sollen Karstadt-Leute besetzen.

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Für den Chef von Galeria Kaufhof, Roland Neuwald, gibt es im Konzern keine Zukunft mehr, genauso wie für die Geschäftsführer Edo Beukema, Klaus Hellmich und Peter Herlitzius. Einzig Finanzchef Guido Mager bleibe auf seiner Position, hieß es im Umfeld des Unternehmens. "Der macht einen guten Job", sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" über den Abgang von Neuwald berichtet.

Kaufhof-Chef Neuwald wird im Umfeld von Karstadt angelastet, dass sein angekündigtes Sanierungsprogramm "Turn 2 win" sehr deutlich hinter den Erwartungen geblieben sei. Außerdem habe er das Vertrauen der Arbeitnehmer verloren, ohne die eine Sanierung aber nicht möglich sei.

Kaufhof widerspricht

Aus Unternehmenskreisen war zu hören, dass Fanderl mit der Situation bei Galeria Kaufhof hochgradig unzufrieden sei. Die Lage bei dem angeschlagenen Warenhausriesen soll noch schlechter sein als bei Vertragsunterzeichnung im Spätsommer erwartet worden war. Die Verluste würden immer größer, sagte eine Person, die die aktuellen Zahlen kennt.

Im Umfeld von Kaufhof wurde dieser Darstellung allerdings entschieden widersprochen. Dort heißt es, das Kaufhof-Sanierungsprogramm zeige inzwischen deutliche Erfolge. Die Kosten seien bereits um mehr als 30 Millionen Euro gesenkt worden. Die Umsatzrückgänge beim Kölner Warenhaus seien gestoppt worden. Im Oktober und November seien die Geschäfte sogar wieder besser gelaufen als in den entsprechenden Monaten des Vorjahres.

Die Eigentümer von Galeria Kaufhof und Konkurrent Karstadt hatten vor einigen Wochen beschlossen, ihre beiden Warenhausketten zu verschmelzen. Das Kartellamt hat dem Deal bereits zugestimmt. Am Freitag soll das sogenannte Closing folgen, also der formale Abschluss des Deals.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa

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