Wirtschaft

Bau von Luxus-Appartements Kushners Schwester wirbt um Investoren

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Ein Schild in der Fifth Avenue zeigt einen Firmensitz der Familie Kushner.

(Foto: AP)

So werden Ivanka Trump und ihr Mann Jared Kushner jedenfalls nicht den Vorwurf der Interessenkonflikte los. Die Schwester Kushners wirbt gerade in China um Investoren für den Bau von Luxus-Appartements in New Jersey - mit Verweis auf ihren Bruder.

Die Familie von Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner bahnt laut US-Medien umstrittene Geschäftsbeziehungen in China an. Kushners Schwester Nicole Kushner Meyer bemühte sich am Samstag in Peking um Investoren für ein 150 Millionen Dollar (136 Millionen Euro) teures Projekt zum Bau von Luxus-Appartements in New Jersey, wie die "New York Times" berichtete. Der 36-jährige Kushner ist ein enger Berater des US-Präsidenten.

Der Deal soll den Berichten zufolge im Zuge des Visaprogramms EB-5 der US-Regierung erfolgen. Dieses verhilft Ausländern, die in ein US-Wirtschaftsunternehmen investieren, zu einer Green Card, um ständige Einwohner und letztlich Bürger der Vereinigten Staaten zu werden. Im Gegenzug müssen sie zehn Arbeitsplätze schaffen. Kritiker sehen darin ein Programm zum käuflichen Erwerb der US-Staatsbürgerschaft.

Nicole wirbt mit Stellung des Bruders

In eine Rede vor mehr als hundert Investoren im Pekinger Ritz-Carlton-Hotel erwähnte Kushner Meyer die Rolle ihres Bruders als ehemaliger Chef von Kushner Companies, wie die "New York Times" berichtete. Die Firma wollte am Sonntag auch in Shanghai sowie in den südchinesischen Städten Shenzen und Guangzhou für Investitionen werben, hieß es seitens der chinesischen Migrationsbehörde Qwos.

Kushner, der mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet ist, war im Januar von seinem Posten als Chef des Familienunternehmens Kushner Companies zurückgetreten, um Berater seines Schwiegervaters zu werden. Als solcher übt er großen Einfluss auf die Innen- und Außenpolitik der USA aus. Wegen seiner Geschäftsbeziehungen ist er Vorwürfen von Interessenkonflikten ausgesetzt.

Quelle: ntv.de, jaz/AFP