Wirtschaft

Kampf um Syntellix Maschmeyer einigt sich mit Claassen

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Carsten Maschmeyer.

picture alliance / dpa

Der Streit zwischen den ehemaligen Männerfreunden Carsten Maschmeyer und Utz Claassen um eine Medizintechnik-Firma ist zu Ende: Maschmeyer trennt sich einem Bericht zufolge von seinen Anteilen.

Im Kampf mit Utz Claassen um das Start-up Syntellix hat Carsten Maschmeyer offenbar das Handtuch geworfen. Demnach zieht sich der Investor aus der Medizintechnikfirma zurück, wie aus Unternehmenskreisen verlautete. Maschmeyer hat seine Anteile verkauft. Zuvor hatte der "Spiegel" darüber berichtet

Auf der Hauptversammlung des Unternehmens an diesem Freitag sei bekannt geworden, dass Claassen jetzt 77,7 Prozent der Aktien des Unternehmens halte, heißt es weiter. Daraus ergebe sich, dass Maschmeyer Kasse gemacht und sich von seinen Anteilen getrennt habe. Wie von mit dem Deal vertrauten Personen weiter verlautete, hat Claasen bei dem Deal einen Preis akzeptiert, der deutlich über der letzten Kapitalerhöhung liegt. Darüber hinaus profitiert Maschmeyer von künftigen Kursgewinnen.

An Syntellix hatte sich ein heftiger Streit entzündet. Das Start-up wurde von Claassen gegründet und aufgebaut, später stieg Maschmeyer ein. Die Firma stellt Schrauben her, die bei Operationen nach Knochenbrüchen verwendet werden. Sie werden im Körper nach und nach vollständig zu Knochengewebe umgewandelt. Der Vorteil: Eine zweite Operation zum Entfernen der Schrauben ist nicht nötig.

Syntellix schreibt zwar noch rote Zahlen, doch ihr wird viel Potenzial zugetraut. Im Juni 2014 kam das Finanzhaus Mainfirst zu dem Ergebnis, dass ein Firmenwert von 75 Millionen Euro gerechtfertigt erscheint.

Beide Unternehmer warfen sich gegenseitig vor, mit unlauteren Mitteln die Kontrolle von Syntellix übernehmen zu wollen. Der Streit führte auch zu mehreren juristischen Auseinandersetzungen.

Quelle: n-tv.de, jga

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