Wirtschaft

Investitionsoffensive gefordert NRW-Minister ermahnt Karstadt Kaufhof

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Ein geschlossener Karstadt-Eingang: kein seltenes Bild derzeit.

(Foto: picture alliance/dpa)

Galeria Karstadt Kaufhof dünnt sein Filialnetz in Zeiten der Corona-Krise kräftig aus. Probleme hatte der Warenhauskonzern aber schon lange. FDP-Politiker Pinkwart fordert vom Unternehmen gerade jetzt aber eine Investitionsoffensive.

Inmitten des angekündigten Kahlschlags bei Galeria Karstadt Kaufhof fordert der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart eine Investitionsoffensive bei dem Warenhaus-Konzern. "Damit Galeria Karstadt Kaufhof aus der Krise kommt, muss das Unternehmen kräftig investieren und seine Filialen noch viel stärker durch digitale Angebote unterstützen", sagte der FDP-Politiker der "Rheinischen Post".

"Der stationäre Handel der Zukunft muss mit Erlebnissen und gutem Service punkten und die gleiche digitale Unterstützung wie der Online-Handel bieten", so Pinkwart. Deshalb fördere NRW innovative Projekte, die digitale und stationäre Angebote kombinierten.

Mit Sorgen sehe er auf die Folgen des Kahlschlags: "Die angekündigten Schließungen verdeutlichen einmal mehr die massiven Veränderungen im Handel, die Lücken in den Städten reißen." Nun müssten alle Beteiligten intensiv an Lösungen arbeiten, damit es zukünftig im stationären Handel ein vielfältiges Angebot gebe und Leerstand vermieden werde. "Notfalls auch durch anderweitige Nutzung."

Deutschlands letzter großen Warenhauskonzern hatte am Freitag angekündigt, 62 seiner noch 172 Warenhäuser schließen zu wollen. Rund 6000 Beschäftigte würden dadurch ihren Job verlieren. Auch bis zu 20 Filialen von Karstadt Sports stehen vor dem Aus.

Quelle: ntv.de, bad/rts