Wirtschaft

Rückschlag bei Käufer-Suche NordLB zeigt HSH Nordbank kalte Schulter

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Die Frist zur Abgabe unverbindlicher Kaufangebote endet um Mitternacht.

(Foto: picture alliance / Bodo Marks/dp)

Die NordLB macht der HSH Nordbank kein Angebot für eine Übernahme - ein Zusammenschluss passt nicht in deren Strategie. Doch an Interessenten mangelt es nicht: Mehr als zehn andere potenzielle Käufer sollen unverbindliche Angebote gemacht haben.

Bei der Suche nach einem Käufer muss die HSH Nordbank einen Rückschlag hinnehmen. Die NordLB machte klar, dass sie kein Interesse an einer Übernahme des Nachbarn hat. "Wir werden kein Angebot abgeben", sagte ein Sprecher in Hannover.

Ein Zusammenschluss mit einem Mitbewerber passe nicht in die Strategie der Landesbank. "Die NordLB ist nicht auf einem Wachstumskurs." Obwohl das Geldhaus in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Übernahmegerüchte zurückgewiesen hat, beteiligte es sich einem Insider zufolge an dem Interessebekundungsverfahren, der ersten Stufe des Verkaufsprozesses.

Die Frist zur Abgabe unverbindlicher Kaufangebote endet um Mitternacht. Bislang haben sich nach Angaben der HSH Nordbank mehr als zehn Interessenten gemeldet, um tiefer gehende Informationen über das Institut zu erhalten, das schwer unter der Schifffahrtskrise leidet.

Privatisierung ist kein Selbstläufer

Bisher ist weder die genaue Zahl noch die Herkunft der potenziellen Käufer bekannt, mit denen die Haupteigner Hamburg und Schleswig-Holstein am Ende über einen Verkauf ihrer Anteile verhandeln wollen.

Ob aus den unverbindlichen Anmeldungen am Ende ernsthafte Angebot werden, ist ebenfalls offen. Die Privatisierung sei "alles andere als ein Selbstläufer", hatte Vorstandschef Stefan Ermisch am Donnerstag bei der Präsentation der Bilanz 2016 gesagt. Die HSH Nordbank muss auf Druck der EU-Kommission bis Ende Februar 2018 verkauft werden, sonst droht die Abwicklung.

Quelle: n-tv.de, jki/rts