Wirtschaft

Größtes IPO des Jahres in Europa Pirelli enttäuscht beim Börsen-Comeback

Zwei Jahre nach seiner Übernahme durch einen chinesischen Investor kehrt Pirelli an die Mailänder Börse zurück. Doch der Reifenhersteller kann die Anleger nicht überzeugen. Nachdem der Ausgabepreis bereits relativ niedrig angesetzt war, fällt der Aktienkurs weiter.

Der italienische Reifenkonzern Pirelli hat bei seinem Börsengang einen eher schwachen Start hingelegt. Die Aktien starteten am Handelsplatz in Mailand bei 6,49 Euro und damit minimal unter dem Ausgabepreis von 6,50 Euro. Dieser hatte sich bereits am unteren Ende der ursprünglich angepeilten Spanne bewegt. Gegen Mittag kostete eine Pirelli-Aktie 6,36 Euro, nachdem sie im frühen Handel gar bis auf 6,28 Euro abgesackt war. Börsianer begründeten das maue Börsendebüt unter anderem mit der hohen Verschuldung von Pirelli, die Sorgen bereite.

Insgesamt brachte der Börsengang 2,6 Milliarden Euro ein. Es ist der bislang größte in Europa in diesem Jahr. Das Geld fließt an eine Investorengruppe um den chinesischen Konzern ChemChina. Das Chemie-Unternehmen hatte Pirelli 2015 für etwa 7,4 Milliarden Euro übernommen und das Geschäft mit Lkw-Reifen abgespalten. Im Zuge der Übernahme wurden die Pirelli-Aktien von der Mailänder Börse genommen. Pirelli ist jetzt ganz auf Reifen für Pkw und Motorsport-Rennwagen spezialisiert.

Pirelli-Chef Marco Tronchetti Provera übte sich trotz des allenfalls verhaltenen Börsengangs in Optimismus. Die Aktien von frisch an der Börse gestarteten Unternehmen schwankten in den ersten Tagen immer recht deutlich, sagte er. Das Unternehmen sei solide aufgestellt und liefere Ergebnisse. Pirelli ist auch bekannt für seinen jährlich erscheinenden Kalender mit erotischen Model-Fotografien.

Quelle: ntv.de, mbo/dpa

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