Wirtschaft

Atomausstieg mit Rosatom? Russen kaufen Nukem

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Blick auf das Firmengelände der Atommüllfirma Nukem im hessischen Hanau.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Die künftige Stilllegung deutscher Kernkraftwerke könnte laut einem Zeitungsbericht künftig unter russischer Regie stattfinden. Der russische Atomkonzern Rosatom habe das deutsche Unternehmen Nukem Technologies gekauft, berichtete die "Hannoversche Allgemeine Zeitung". Nukem Technologies ist nach Auskunft seiner Sprecherin Beate Scheffler ein auf das Management von radioaktiven Abfällen und die Stilllegung nuklearer Einrichtungen spezialisiertes Unternehmen mit rund 200 Ingenieuren und Physikern in der Nähe von Aschaffenburg.

Zu den Details des Verkaufsvertrages an die Rosatom-Tochter Atomstroyexport wurde Stillschweigen vereinbart. Laut HAZ stehen die Chancen gut, dass Nukem Technologies mit der Stilllegung von deutschen Kernkraftwerken beauftragt wird. Weltweit gebe es nur wenige Konkurrenten, vor allem in Frankreich und den USA.

Die Nukem könne bei der Stilllegung von Atomanlagen und der Lagerung radioaktiver Stoffe auf eine breite Erfahrung verweisen. Nukem gehörte bis 2006 dem Stromkonzern RWE, danach gehörte es zu einer Finanzierungsgesellschaft.

Quelle: ntv.de, wne/AFP