Wirtschaft

Bald jeder Zehnte arbeitslos? Schlüsselindustrien droht Jobkrise

Trotz des zu erwartenden wirtschaftlichen Aufschwungs - Deutschland steht ein weiterer deutlicher Jobabbau bevor: Betroffen sind vor allem Schlüsselindustrien wie Auto- und Maschinenbau, so die Ansicht der Bundesagentur für Arbeit (BA). Der schwächelnde Export belaste, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise dem "Spiegel". Hunderttausende Beschäftigte seien dort auf Kurzarbeit gesetzt. "Das wird auf Dauer nicht durchzuhalten sein." Einige Branchen wird es hart treffen, während es im Handwerk und der Bauwirtschaft noch vergleichsweise gut aussehe.

14952643.jpg

Mit bangem Blick: Steigt die Arbeitslosenzahl 2010 über die Vier-Millionen-Marke?

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Im Jahresschnitt werde die Zahl der Arbeitslosen von rund 3,5 Millionen in diesem Jahr auf 4,1 Millionen bis 4,2 Millionen im nächsten Jahr steigen, prognostizierte Weise. Der Verlust der Arbeitsplätze werde vor allem Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen treffen.

Bundesbank weiter skeptisch

Die Bundesbank geht ebenfalls - trotz des erwarteten Aufschwungs - von deutlich steigenden Arbeitslosenzahlen in den kommenden beiden Jahren aus. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen werde voraussichtlich über 3,8 Millionen im nächsten Jahr auf 4,2 Millionen im Jahr 2011 steigen. Dann wäre jeder Zehnte arbeitslos. Wie die Zentralbank in ihrem Monatsbericht Dezember schreibt, werden niedrige Tarifabschlüsse und weiter verkürzte Arbeitszeiten den Arbeitsmarkt 2010 prägen.

Quelle: ntv.de, bad/dpa/rts

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.