Wirtschaft

Abschlag mit Adler Trump-Firma ordert präsidiales Golfzubehör

RTSWDAW.jpg

(Foto: REUTERS)

Gegner werfen Donald Trump immer wieder vor, er wolle Profit aus seiner Präsidentschaft schlagen. Nun haben sie ein Argument mehr: Aus Trumps Firmengeflecht soll eine Bestellung für Golfausrüstung mit Präsidentensiegel eingegangen sein.

Bei der metallverarbeitenden Firma Eagle Sign and Design ist eine Bestellung eingegangen, die US-Präsident Donald Trumps Ruf weiteren Schaden zufügen könnte. Dutzende Golf-Tees wurden geordert - das sind kleine Stifte, die beim Golfen als Markierung dienen und auf die der Ball vor dem Abschlag platziert wird. So weit nichts Ungewöhnliches. Doch der Teufel der Bestellung liegt im Detail: Verziert werden sollen die Tees nämlich mit dem offiziellen Siegel des Präsidenten.

Allein das ist schon problematisch, weil das Siegel des Präsidenten nicht zu kommerziellen Zwecken verwendet werden darf. Noch problematischer wird die Sache, wenn man sich anschaut, wer die Golftees bestellt hat. Zwar hüllt sich der Hersteller zum Auftraggeber in Schweigen. Doch die Seite ProPublica will Formulare und Fotos gesehen haben, aus denen hervorgeht, dass hinter der Order die Trump Organization steckt. Ihr Eigentümer: US-Präsident Donald Trump.

Laut dem Bericht will die Trump Organization die Golftees verkaufen und somit Profit aus dem Präsidentensiegel schlagen. Das wäre eine Vermischung von Amt und Geschäft und damit illegal. Hinzu kommt: Jeder, der das Siegel kopiert oder für kommerzielle Zwecke nutzt, muss laut Gesetz mit einer Gefängnisstrafe von bis zu sechs Monaten rechnen.

Das Siegel für offizielle Regierungsgeschäfte zu nutzen, ist dagegen erlaubt. So haben sich Trumps Amtsvorgänger George W. Bush und Barack Obama Golfbälle mit dem offiziellen Logo anfertigen lassen, auf dem ein Weißkopfadler zu sehen ist. Bill Clinton bestellte einst sogar präsidiale M&Ms - doch immer für den persönlichen Gebrauch oder als Gastgeschenk und nicht zum Verkauf.

Trump hat zwar offiziell die Führung der Trump Organization zu Beginn seiner Präsidentschaft an seine Söhne Eric und Donald jr. übergeben, er bleibt aber Eigentümer des komplizierten Firmengeflechts mit Hunderten Unternehmen. Dazu gehören unter anderem Hotels, Wohnanlagen und Golfplätze. Unter dem Namen "Trump" werden zudem beispielsweise Wein, Wasser und Matratzen verkauft.

Quelle: ntv.de, tje