Wirtschaft

"Wenn ein anderer übernimmt" Trump warnt vor epischem Börsen-Crash

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Setzt auf steigende Aktienkurse: US-Präsident Donald Trump.

(Foto: AP)

In Kürze beginnt Donald Trump offiziell mit dem Projekt Wiederwahl. Bevor es so richtig los geht, prophezeit der Präsident: Wird er abgewählt, gibt es eine Kernschmelze der Aktienmärkte.

Donald Trump ist sich sicher: Seine Präsidentschaft ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Um diese Einschätzung zu untermauern, verweist er immer mal wieder sichtlich stolz auf den boomenden US-Aktienmarkt.

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Am Dienstag wird Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung in Florida offiziell ankündigen, dass er 2020 erneut um die Präsidentschaft kämpfen wird. Und so ist es nur konsequent, dass der US-Präsident eine düstere Warnung vorausschickt: Sollte er nicht wiedergewählt werden, stürzen die Märkte in die Tiefe. "Wenn ein anderer als ich 2020 übernimmt (…), wird es einen nie dagewesenen Crash geben", twitterte Trump.

Der US-Präsident schob hinterher: Hätte nicht er, sondern die "Opposition" 2016 gewonnen, würde der US-amerikanische Aktienmarkt derzeit 10.000 Punkte tiefer stehen - eine Annahme, die sich nicht belegen lässt. Zur Einordnung: Der Dow Jones Index liegt derzeit bei knapp 26.090 Punkten. Bei Trumps Wahlsieg im November hatte er bei rund 18.900 Punkten gelegen.

Tatsächlich sind die US-Börsen während der Präsidentschaft Trumps kräftig gestiegen. So hat der Leitindex seit der Amtseinführung Trumps rund 31 Prozent zugelegt.

Unabhängig davon, was Aktienmärkte tatsächlich über den Erfolg oder den Misserfolg einer Präsidentschaft aussagen, und unabhängig davon, welchen Einfluss Präsidenten und die Realwirtschaft auf die Kursentwicklung haben: Die gegenwärtige Rally begann unter Trumps Vorgänger. Barack Obama wurde Präsident, als die USA wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise inmitten einer Rezession steckten. Konjunkturpakete und eine mehrjährige ultra-lockere Geldpolitik der Notenbank Fed sorgten dann für eine Erholung der Konjunktur und für steigende Aktienkurse.

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(Foto: Macrotrends.net)

Von Macrotrend zusammengestellte Daten zeigen: So hoch die Gewinne am Aktienmarkt während der Präsidentschaft Trumps auch sind, unter seinen demokratischen Vorgängern Obama und Bill Clinton hat der Dow Jones noch kräftiger zugelegt - zum selben Zeitpunkt ihrer jeweils ersten Amtszeit betrug das Plus rund 55 beziehungsweise knapp 38 Prozent. Trump liegt dagegen immerhin leicht vor den Republikanern George Bush und Ronald Reagan - und deutlich vor George W. Bush mit einem fallenden Aktienmarkt.

Das ändert allerdings nichts daran, dass Trump den Aktienmarkt mit seinem Schicksal verknüpft. Oder wie er es ausdrückt: "Wenn ihr einen Crash der Aktienmärkte sehen wollt, dann startet ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump."

Quelle: n-tv.de

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