Wirtschaft

Kriselnde Restaurantkette Vapiano rechnet auch 2019 mit Verlust

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Dank Neueröffnungen konnte Vapiano seinen Umsatz 2018 steigern.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Krise bei Vapiano dauert an - wenn auch in abgeschwächter Form. Auch in diesem Jahr kommt die Restaurantkette nicht aus den roten Zahlen. Doch die Kölner machen ihren Anlegern Hoffnung: Spätestens 2021 soll es wieder aufwärts gehen.

Die angeschlagene Kölner Restaurantkette Vapiano rechnet auch für das Geschäftsjahr 2019 mit einem Verlust. Der Vorstand gehe davon aus, dass "das Konzerngesamtergebnis im Geschäftsjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr zwar deutlich verbessert, jedoch noch negativ im mittleren zweistelligen Millionenbereich ausfallen wird", teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Ein positives Konzernergebnis werde für 2021 erwartet, hieß es in der Mitteilung weiter.

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Für den Konzern erwarte der Vorstand im laufenden Jahr einen Umsatz zwischen 390 und 420 Millionen Euro. Für das Jahr 2019 plane Vapiano 10 bis 15 Neueröffnungen und somit eine deutliche Verlangsamung der bisherigen Expansionsgeschwindigkeit, hieß es in der Mitteilung.

Dank Neueröffnungen konnte Vapiano seinen Umsatz im vergangenen Jahr um gut 14 Prozent auf 372 Millionen Euro steigern. Auf vergleichbarer Fläche war der Umsatz aber leicht rückläufig. Beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, dem sogenannten bereinigten Ebitda, muss Vapiano einen Rückgang von knapp 39 auf 29 Millionen Euro hinnehmen. Die Restaurantkette begründet das mit dem Verkauf des US-Geschäfts.

Seinen verspäteten Jahresabschluss für 2018 wollte das Unternehmen eigentlich am Dienstagmorgen vorlegen. Drei Mal hatte die hoch verschuldete Firma die Publikation verschoben und dies mit Verhandlungen wegen eines dringend benötigten Kredits über 30 Millionen Euro begründet. Vor knapp vier Wochen kam dann endlich grünes Licht von den Geldgebern. Das börsennotierte Unternehmen hat sich mit seiner weltweiten Expansion übernommen - viele neu eröffnete Restaurants liefen schlechter als erwartet.

Quelle: n-tv.de, kst/dpa