Wirtschaft

Zehn Jahre nach ZerschlagungVarta kommt aus Versenkung

20.10.2012, 01:21 Uhr
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Autobatterien von Varta (Archivbild). (Foto: picture-alliance / dpa)

Der Batteriehersteller Varta ersteht einem Medienbericht zufolge neu. In der Varta Holding AG sollen die drei verbliebenen Geschäftsbereiche in Deutschland vereinigt werden. Varta war 2002 zerschlagen worden.

In der kommenden Woche steht nach Informationen der "Welt" die Neugründung des Batterieherstellers Varta bevor. 125 Jahre nach seiner Gründung und zehn Jahre nach seiner Zerschlagung werde Varta neu entstehen, berichtet das Blatt.

Der Eigentümer der verbliebenen Varta-Gesellschaften in Deutschland, die Schweizer Industriegruppe Montana Tech Components, wolle die drei verbliebenen Geschäftsbereiche in Deutschland unter dem Dach einer neu gegründeten Varta Holding AG zusammenführen.

Die neue Holding solle nach Angaben aus dem Unternehmen am kommenden Donnerstag aus der Taufe gehoben werden, wenn die Mitarbeiter am Unternehmenssitz in Ellwangen das 125. Firmenjubiläum begehen, heißt es weiter. Unter dem Dach der Holding vereint würden die Varta Microbattery GmbH, die Varta Storage GmbH und das Gemeinschaftsunternehmen mit VW zur Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien.

Neue Chancen durch Energiewende

Vorstandsvorsitzender der neuen Holding werde Herbert Schein, derzeit Chef von Varta Microbattery, den Aufsichtsratsvorsitz übernehme Michael Tojner, Gründer und Verwaltungsratschef der Montana Tech Components.

Große Wachstumschancen eröffne unter anderem das Geschäft mit Batterien für Hörgeräte, das wegen der Alterung der Gesellschaft stark zulege, sagte Schein der "Welt". Auch die Erwartungen an den Umsatz mit Batterien für Headsets und für Elektrofahrräder seien gut. Die Energiewende eröffne dem Bereich Varta Storage neue Absatz-Chancen. Varta wolle besonders verlässliche Energiespeicher mit langer Lebensdauer für Haushalte anbieten, die den Strom aus Photovoltaik-Anlagen für den Eigenverbrauch zwischenspeichern können.

Quelle: ntv.de, AFP