Wirtschaft

Lage relativ stabil Zahl der Arbeitslosen sinkt nur leicht

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Trendwende am Arbeitsmarkt? Experten warten auf die März-Daten.

(Foto: imago images/Rupert Oberhäuser)

Der Konjunkturmotor stottert, der Arbeitsmarkt in Deutschland bleibt zum Ende des Winters stabil. Die Zahl der Arbeitslosen geht im Februar saisonbedingt um 30.000 zurück. Die Erwerbslosenquote stagniert.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar im Vergleich zum Januar um 30.000 auf 2,396 Millionen gesunken. Das sind allerdings 23.000 mehr als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) bei der Vorstellung des Arbeitsmarktberichts mitteilte.

Die Arbeitslosenquote liegt im Februar unverändert bei 5,3 Prozent. "Am Arbeitsmarkt zeigen sich weiterhin Spuren der konjunkturellen Schwäche", sagte BA-Chef Detlef Scheele. Den starken Rückgang im Vergleich zum Vormonat führt er vor allem auf den milden Winter zurück.

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Der saisonübliche Rückgang im Februar sei vergleichsweise kräftig ausgefallen, heißt es. Mit Blick auf das nahe Ende der Frostperiode stellen etwa Unternehmen am Bau wieder neue Kräfte ein. Dennoch mache die Konjunkturlage dem Arbeitsmarkt zu schaffen. Volkswirte hatten zuletzt ihre Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft noch einmal nach unten korrigiert.

Mögliche Auswirkungen durch die Folgen des Ausbruchs des neuartigen Coronavirus sind in den Februarzahlen noch nicht berücksichtigt. Die Nürnberger Statistiker gehen von einem weiteren Anstieg bei der Kurzarbeit aus. Im Dezember betrug die Zahl der Kurzarbeiter rund 90.000, wie eine Hochrechnung ergab. Für März schätzt die Bundesagentur, dass die Zahl auf 124.000 ansteigen wird.

Damit liegt die Kurzarbeit derzeit leicht über dem Niveau der europäischen Staatsschuldenkrise in den Jahren 2012/2013, aber weiterhin deutlich unter den Zahlen aus der Finanzkrise 2008/2009, als in Deutschland mehr als 1,4 Millionen Menschen Kurzarbeitergeld in Anspruch nahmen.

Beschäftigte, deren Betriebe von den Folgen der Coronavirus-Epidemie betroffen sind, könnten ebenfalls Kurzarbeitergeld erhalten, heißt es. "Der Anspruch auf Kurzarbeitergeld muss grundsätzlich auf einem unabwendbaren Ereignis oder wirtschaftlichen Gründen beruhen. Dies trifft etwa dann zu, wenn Lieferungen ausbleiben und die Produktion eingeschränkt werden muss", teilte die Bundesagentur dazu mit.

Ein unabwendbares Ereignis liege auch dann vor, wenn etwa wegen staatlicher Schutzmaßnahmen Betriebe geschlossen würden. Wichtig sei aber, dass die Betriebe die Kurzarbeit vorab bei der zuständigen Agentur für Arbeit anzeigten. Erste Anfragen seien bereits eingegangen, bestätigte ein Sprecher der Bundesagentur.

Zahlreiche Betriebe in Deutschland sind bei ihrer Produktion etwa auf Lieferungen von Materialien und Komponenten aus China angewiesen. Volkswirte befürchten erhebliche Einbußen, sollte sich die Situation rund um das Virus nicht vergleichsweise rasch entspannen.

Quelle: ntv.de