Freitag, 29. Januar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:39 Uhr

Dax ist nach turbulenter Handelswoche angeschlagen

Rauf und deutlich runter: Im Zickzack-Kurs schlägt sich der Dax durch die nun zu Ende gegangene Börsenwoche. Nachdem er am Donnerstag mit einer Handelsspanne von 380 Punkten und einem Tagestief von 13.310,95 Zählern aufgewartet hatte, liegt der Tiefstand am Freitag bei 13.404 Punkten etwas höher, und auch die Handelsspanne ist mit rund 190 Zählern etwas geringer. Das Minus zum Handelsende bleibt aber: Der Dax verabschiedet sich 1,7 Prozent tiefer mit 13.433 Punkten ins Wochenende.

"Der Dax ist charttechnisch angeschlagen, konnte die 13.600er Marke nicht halten", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Gegenwind aus den USA, Impfstoff-Streit in der EU und Gewinnmitnahmen drücken auf die Stimmung und so geht eine turbulente Woche mit einem Minus zu Ende. Wobei es auch noch schlimmer hätte kommen können", sagt Meyer. "Aber die nächste Woche steht bereits vor der Tür."

Dax
Dax 13.879,33

Auf der Gewinnerseite sonnen sich Daimler nach Bekanntgabe ausführlicher Geschäftszahlen. Die gesenkten Erwartungen wurden deutlich übertroffen. Die Belohnung: rund zwei Prozent Kursplus. Damit klopfen Daimler nach Kursen von um 23 Euro im Frühjahr nun an der 60-Euro-Marke an. Auf der Verliererseite finden sich defensive Werte wie FMC oder Deutsche Post an der Spitze.

Daimler
Daimler 65,28
FMC
FMC 57,36

 

16:59 Uhr

Biogen-Kurs schießt nach oben

Aktien des US-Pharmaherstellers Biogen liegen rund zehn Prozent im Plus, nachdem die Prüfungsphase für sein Alzheimer-Medikament von der Aufsichtsbehörde FDA um drei Monate verlängert wurde. Demnach soll nun erst Anfang Juni statt im März eine Entscheidung für eine mögliche Zulassung für das Mittel Aducanumab anstehen.

Biogen Idec
Biogen Idec 227,25

16:16 Uhr

Gamestop-Saga und J&J-Impfdaten belasten Wall Street

Das Tauziehen zwischen Kleinanlegern und Hedgefonds um die Aktie von Gamestop hält die Wall Street weiter in Atem. Die Titel des Videospielehändlers schießen nach weiteren massiven Kauforders um 83 Prozent nach oben. Anleger gingen angesichts der hohen Kursschwankungen in Deckung: der Dow-Jones-Index fällt 1,2 Prozent auf 30.235 Punkte. Der S&P-500 verliert ein Prozent auf 3751 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq taucht 0,8 Prozent auf 13.229 Punkte ab.

Mehrere Brokerhäuser lockerten auf Druck von Aufsichtsbehörden und Politikern ihre Beschränkungen für den Handel mit GameStop und anderen Papieren wieder. Die ebenfalls auf den Listen der Zocker stehenden Papiere von AMC Entertainment legten 53 Prozent zu, Koss Corp um 63 Prozent. Der Gamestop-Kurs war in den vergangenen zwei Wochen um rund 2000 Prozent gestiegen. Kleinanleger hatten Hedgefonds, die auf fallende Kurse gesetzt hatten, mit konzertierten Käufen und den daraus resultierenden Kursanstiegen bei den entsprechenden Aktien dazu gezwungen, ihre Wetten aufzulösen.

Für Unsicherheit bei den Investoren sorgt auch, dass der Covid-19-Impfstoff von Johnson & Johnson (J&J) mit weltweit 66 Prozent eine vergleichsweise geringe Wirksamkeit aufweist. "Es ist zwar gut, einen anderen Spieler auf dem Impfmarkt zu haben, aber die Frage ist die Wirksamkeit. Die Sorge ist, dass das Vertrauen von Investoren und Verbrauchern erheblich geringer sein wird, wenn es viel weniger effektiv ist", sagte Sam Stovall, Chef-Anlagestratege beim Analysehaus CFRA Research. Aktien von J&J fielen um rund drei Prozent. Die Papiere von Pfizer legten hingegen 2,1 Prozent zu, die Titel von Moderna stiegen um mehr als fünfzehn Prozent. Die von der Pharmakonkurrenz entwickelten Impfstoffe weisen eine Wirksamkeit von rund 95 Prozent auf.

 

16:04 Uhr

Stimmung der US-Verbraucher hat sich eingetrübt

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Januar abgeschwächt. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den USA fiel bei der Umfrage am Monatsende auf 79,0 von 80,7 Ende Dezember. Ökonomen hatten einen Stand von 79,2 erwartet. Bei der ersten Umfrage Mitte des Monats lag er bei 79,2. Der Index für die Erwartungen belief sich auf 74,0 (Vormonat: 74,6, vorläufig: 73,8), der Index für die Einschätzung der aktuellen Lage wurde mit 86,7 (90,0 bzw 87,7) angegeben.

Die Inflationserwartungen der Konsumenten auf Sicht von zwölf Monaten erhöhten sich im Vergleich zum Vormonat auf 3,0 von 2,5 Prozent. Auf Sicht von fünf Jahren legten sie zu auf 2,7 von 2,5 Prozent. Die US-Verbraucher spielen eine Schlüsselrolle für die US-Wirtschaft, weil rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vom Privatkonsum abhängen.

15:27 Uhr

Gläubiger stellen Insolvenzantrag gegen Ex-Deutsche-Bank-Aktionär

Das chinesische Firmenkonglomerat HNA steht vor der Pleite. Die Gläubiger hätten einen Insolvenzantrag gegen den Konzern gestellt, erklärt die HNA Group und beruft sich dabei auf eine Mitteilung des zuständigen Gerichts in der Provinz Hainan. HNA kämpft seit langem gegen einen Schuldenberg, der das Konglomerat angesichts der Reisebeschränkungen und der brachliegenden Luftfahrt- und Tourismus-Branche zu überfordern droht. Das Unternehmen hat seine Wurzeln in der Regionalfluggesellschaft Hainan Airlines, war aber jahrelang in und außerhalb Chinas aggressiv auf Einkaufstour gegangen. So hatte sich HNA für insgesamt 50 Milliarden Dollar an Firmen von der Hotelkette Hilton bis zur Deutschen Bank beteiligt.

Die Regierung in Peking, aber auch Aufsichtsbehörden in Übersee geboten dem Expansionsdrang von HNA letztlich Einhalt, die meisten Auslandsbeteiligungen wurden verkauft. Seit drei Jahren hatte sich das Unternehmen wieder auf das Kerngeschäft Luftfahrt und Tourismus konzentriert. Doch dann ließ die Corona-Pandemie die Erlöse einbrechen, so dass dem Unternehmen das Geld auszugehen droht. Seit fast einem Jahr arbeitete eine Gruppe von Experten unter Führung der Provinzregierung von Hainan an einem Sanierungskonzept. Erst vor einer Woche hatte das Team die Überprüfung der Bilanzen abgeschlossen und Vorschläge für einen Abbau von Risiken gemacht.

Die Finanzzeitung "Caixin" hatte berichtet, die Pläne seien "extrem kompliziert". Zur HNA Group gehörten der Arbeitsgruppe zufolge mehr als 2300 Firmen. In der Schweiz musste HNA bereits die Mehrheitsbeteiligung am Flugzeugabfertiger Swissport im Zuge einer Umschuldung an die Gläubiger abgeben.

Bei der Deutschen Bank war HNA über den Vermögensverwalter C-Quadrat aus Wien eingestiegen, zwischenzeitlich hielt dieser im Auftrag der Chinesen fast zehn Prozent an dem größten deutschen Geldhaus. 2019 hatte HNA seine letzten Deutsche-Bank-Aktien verkauft und war bei C-Quadrat ausgestiegen. C-Quadrat-Gründer Alexander Schütz sitzt aber immer noch im Aufsichtsrat der Bank.

15:01 Uhr

EZB lotet Machbarkeit eines digitalen Euro aus

Die Europäische Zentralbank (EZB) treibt ihre Arbeiten an einem digitalen Euro voran. Die EZB prüfe die Möglichkeit, ob eine digitale Version der Gemeinschaftswährung mit Hilfe des elektronischen Systems TIPS für blitzschnelle Zahlungen eingeführt werden könnte, sagt Italiens Notenbank-Chef Ignazio Visco. Die "Target Instant Payment Settlement" genannte Technologie (TIPS) erlaubt es Firmen und Privatkunden, über ihre Bank rund um die Uhr innerhalb von wenigen Sekunden Gelder an den jeweiligen Empfänger zu transferieren.

"TIPS könnte eine der Säulen sein für die mögliche Umsetzung eines digitalen Euro", sagt das EZB-Ratsmitglied. Zentralbank-Präsidentin Christine Lagarde hatte unlängst in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, sie rechne mit einem digitalen Euro. Eine sichere Digitalwährung benötige aber Zeit. Sie hoffe, dass dies nicht länger als fünf Jahre dauern werde.

Laut Umfrage der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) arbeiten inzwischen immer mehr Zentralbanken an der Einführung digitaler Versionen ihrer Währungen. Die Bahamas waren 2020 als weltweit erstes Land mit der Einführung des "Sand Dollar" vorgeprescht. China testete zuletzt in großem Stil eine digitale Version des Yuan.

14:24 Uhr

Ericsson profitiert vom 5G-Netzausbau

Starke Verkäufe von 5G-Ausrüstung haben den operativen Gewinn des schwedischen Netzwerkausrüsters Ericsson angeschoben. Das bereinigte operative Ergebnis stieg im vierten Quartal auf elf Milliarden Schwedische Kronen von 6,5 Milliarden Kronen im Vorjahr, wie Ericsson mitteilt. Analysten hatten lediglich 8,58 Milliarden Kronen prognostiziert. "Dies spiegelt das anhaltend hohe Aktivitätsniveau in Nordamerika und Nordostasien wider, aber auch in Europa, wo wir den Marktanteil weiter ausbauen konnten", sagt Konzernchef Börje Ekholm. Der Gesamtumsatz kletterte um fünf Prozent auf 69,6 Milliarden Kronen. Gleichzeitig profitierte Ericsson weiterhin von dem Verbot des chinesischen Rivalen Huawei in mehreren Ländern.

Ericsson
Ericsson 11,34

14:13 Uhr

Caterpillar leidet in Corona-Krise

Der Gewinn des US-Baumaschinenherstellers Caterpillar ist im vierten Quartal trotz der Corona-Krise nicht so stark zurückgegangen wie befürchtet. Der bereinigte Gewinn liege bei 2,12 Dollar je Aktie, teilt Caterpillar mit. Analysten waren von 1,49 Dollar je Aktie ausgegangen. Im Vorjahr hatte der Gewinn noch bei 2,71 Dollar je Aktie gelegen. Einen Ausblick auf das Jahr 2021 gab der Konzern nicht.

Caterpillar
Caterpillar 182,40

13:54 Uhr

VW steigt ins Batterie-Recycling ein

Parallel zum Hochfahren seiner E-Auto-Produktion beginnt Volkswagen mit der Wiederaufbereitung alter Batterien. Der Konzern nahm im niedersächsischen Salzgitter ein Pilotanlage in Betrieb, mit der wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Nickel, Mangan und Kobalt aus alten Akkus zurückgewonnen werden. In der für sechs Millionen Euro errichteten Anlage sollen zunächst bis zu 3600 Batteriesysteme im Jahr recycelt werden, bevor - mit steigendem Alter der E-Autoflotte - auch der Rücklauf von Batterien zunimmt. Damit wird Ende des Jahrzehnts gerechnet, mindestens so lange sollen die Akkus in den gerade auf Markt gebrachten E-Modellen ID.3 und ID.4 halten. Danach will Volkswagen in Salzgitter eine größere Anlage errichten und denkt dann auch an das Recycling von Energiespeichern anderer Hersteller. Mit dem Chemiekonzern BASF sei bereits über eine mögliche Partnerschaft gesprochen worden, sagt Technikvorstand Thomas Schmall.

In Salzgitter werden nur Batterien recycelt, die nicht mehr anderweitig verwendet werden können. Zuvor wird geprüft, ob ein Akku noch leistungsstark genug ist, um beispielsweise in mobilen Energiespeichern wie flexiblen Ladesäulen oder mobilen Laderobotern verwendet zu werden. Vor der Wiederaufarbeitung werden die Batteriesysteme zunächst komplett entladen und der Strom ins Netz eingespeist. Danach wird die Batterie demontiert und die Einzelteile zu Granulat zerkleinert. Die daraus zurückgewonnenen Rohstoffe werden durch spezielle Verfahren separiert und in den Kreislauf zurückgeführt. "Wesentliche Bestandteile alter Batterien können so bei der Herstellung von neuem Kathodenmaterial genutzt werden", so Mark Möller, Leiter des Geschäftsbereichs Technische Entwicklung und E-Mobilität. "Wir wissen aus der Forschung, dass recycelte Batterie-Rohstoffe genauso leistungsfähig sind wie neue."

VW St.
VW St. 190,40

13:11 Uhr

Turbulente Woche hinterlässt an US-Börsen Spuren

Nach einer volatilen Handelswoche dürfte die Wall Street am Freitag mit Abschlägen in den Handel starten. Der Termin-Kontrakt auf den Dow-Jones-Index gibt vorbörslich um 0,9 Prozent nach, der auf den technologielastigen Nasdaq verliert 1,3 Prozent. Nach dem kräftigen Einbruch zur Wochenmitte hatten am Donnerstag Konjunkturdaten zur US-Wirtschaftsentwicklung für etwas Erholung gesorgt.

Die anhaltende Pandemie mit infektiöseren Mutationen und Engpässen bei den Impfstoffen mache Prognosen über eine Konjunkturerholung der Weltwirtschaft jedoch schwierig, heißt es von Marktteilnehmern. Hinzu kommt, dass die Impf-Kampagnen bisher nur schleppend verlaufen. Angesichts der weiter bestehenden Unsicherheiten dürften Anleger daher versucht sein, sich vor dem Wochenende von Positionen zu trennen.

Die Berichtssaison läuft unterdessen weiter. Geschäftszahlen werden unter anderem von Caterpillar, Honeywell und Chevron erwartet. Bereits am Donnerstag nach Handelsschluss hatten Mondelez und Visa Zahlen vorgelegt.

Im Blick der Anleger dürften auch weiter Gamestop gerichtet sein. Privatanleger haben die Aktie im Januar über die Sozialen Medien nach oben getrieben. Seit Jahresbeginn hat die Aktie um rund 900 Prozent zugelegt. Die Gamestop-Story, bei der Kleinanleger als neue Akteure auf dem Markt auftreten, könne man nicht einfach ignorieren, so Luc Filip, Leiter des Private Banking-Investments bei SYZ Private Banking.

12:42 Uhr

Elon Musk befeuert Bitcoin-Kurs

Der Bitcoin macht einen gewaltigen Satz nach oben. Von Tagestiefs um 32.000 Dollar ist der Kurs der Kryptowährung fast senkrecht nach oben geschossen - auf 38.000 Dollar und damit ein Zweiwochenhoch. Aktuell liegt der Bitcon-Kurs bei rund 36.900 Dollar.

Als Auslöser sehen Marktbeobachter einen Tweet von Tesla-Chef Elon Musk. Dieser habe in seiner Twitter-Biographie einfach nur "#bitcoin" geschrieben. Musk folgen auf Twitter fast 44 Millionen Nutzer des Kurznachrichtendienstes.

Bitcoin
Bitcoin 46.238,75

12:17 Uhr

Nächste Runde im Gamestop-Hype: Kurs steigt 100 Prozent

Nach einem Rekord-Tagesverlust von gut 44 Prozent steht Gamestop vor einem erneuten dreistelligen prozentualen Kurssprung. Die Papiere des Videospiele-Händlers steigen im vorbörslichen US-Geschäft um mehr als 100 Prozent. Zuvor hatten mehrere Brokerhäuser auf öffentlichen Druck hin ihre Beschränkungen für den Handel mit den Papieren gelockert.

In den vergangenen beiden Wochen stieg der Gamestop-Kurs um insgesamt rund 2000 Prozent. Auslöser der Rally waren konzertierte Käufe von Kleinanlegern. Sie zwangen große Hedgefonds, ihre Wetten auf einen Verfall der Papiere in großem Stil aufzulösen. Dies trieb die Aktien in die Höhe und einige Fonds an den Rand des Ruins.

GameStop Corporation
GameStop Corporation 111,40

11:57 Uhr

Commerzbank-Chef verteidigt Job-Kahlschlag

Commerzbank-Chef Manfred Knof will bei dem Abbau von 10.000 Stellen betriebsbedingte Kündigungen vermeiden. "Wir streben faire und – soweit möglich - sozialverträgliche Lösungen an, und wir werden alles dafür tun, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden", schreibt Knof in einem Mitarbeiterbrief. "Aber es führt eben kein Weg daran vorbei, dass in erheblichem Umfang Arbeitsplätze wegfallen werden." Alle Einheiten der Bank müssten einen Beitrag leisten.

Durch den Umbau schaffe das Institut die Voraussetzungen, künftig auf eigenen Beinen sicher zu stehen. "Wir haben jetzt die Chance, die Zukunft der Commerzbank selbst zu gestalten und eigenständig zu bleiben", so Knof. Dafür sei erforderlich, dass sich die Bank kulturell verändere. "Eine neue Strategie zu entwickeln, ist nicht genug. Wir müssen sie konsequent und diszipliniert umsetzen."

Commerzbank
Commerzbank 5,57

11:30 Uhr

Gamestop-Aktionen mit Varta und Evotec?

Der Höhenflug von Varta und Evotec ist vorerst beendet. Die Aktienkurse des Batterie-Herstellers und der Biotech-Firma geben deutlich nach: Für Varta geht es rund zehn Prozent abwärts, bei Evotec etwa sechs Prozent. In den vergangenen Tagen waren sie aus ähnlichen Gründen wie die Titel des in die Schlagzeilen geratenen US-Videospielehändlers Gamestop kräftig gestiegen.

Varta AG
Varta AG 114,00
Evotec
Evotec 32,29

 

 

11:10 Uhr

SAP-spricht von "Sehr erfolgreichen" Qualtronics-Börsengang

Der Börsengang an der Nasdaq bietet der US-Softwarefirma Qualtrics nach Einschätzung des Mutterkonzerns SAP die "besten Chancen zu wachsen". Der "sehr erfolgreiche" Börsengang verdeutliche, dass Investoren genauso viel Potenzial in Qualtrics sähen wie wir, sagt SAP-Chef Christian Klein. Die US-Tochter, an der SAP laut Finanzchef Luka Mucic "auf sehr lange Sicht" die Mehrheit halten will, hatte am Donnerstag ihr Debüt an der US-Technologiebörse gefeiert und wurde mit fast 21 Milliarden Dollar bewertet. Dies sei eine gute Gelegenheit für Investoren, den Marktwert von SAP zu überdenken, o Mucic. Knapp 1,9 Milliarden Dollar der IPO-Einnahmen fließen direkt nach Walldorf. Mucic will damit unter anderem Schulden abbauen und eine "verbesserte" Dividende bezahlen. Zuletzt lag sie bei 1,58 Euro je Aktie.

10:34 Uhr

Französische Wirtschaft schrumpft weniger stark

Die französische Wirtschaft ist im Corona-Jahr 2020 nicht so stark eingebrochen wie erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt fiel 8,3 Prozent niedriger aus als im Jahr zuvor, wie das Statistikamt Insee mitteilt. Die Regierung war in ihren Haushaltsplanungen von einem Minus von elf Prozent ausgegangen. Zum Vergleich: Die deutsche Wirtschaft schrumpfte 2020 einer ersten Schätzung zufolge um fünf Prozent.

Die wegen der zweiten Corona-Beschränkungen erfolgten neuen Beschränkungen in Frankreich schlugen Ende 2020 nicht so stark durch wie befürchtet. Das Bruttoinlandsprodukt fiel von Oktober bis Dezember um 1,3 Prozent zum Vorquartal. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang von 4,0 Prozent gerechnet nach einem Rekordwachstum im Sommer von 18,5 Prozent, das auf den schweren Corona-Einbruch im Frühjahr folgte.

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10:16 Uhr

Spaniens Wirtschaft 2020 eingebrochen wie nie

Spaniens Wirtschaft ist im Corona-Jahr 2020 so stark geschrumpft wie nie zuvor. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) brach um 11 Prozent ein, wie das Statistikamt mitteilt. In den letzten Monaten des Jahres sprang allerdings überraschend ein Zuwachs heraus: Von Oktober bis Dezember legte die Wirtschaft um 0,4 Prozent zum Vorquartal zu. Experten hatten hingegen mit einem Minus von 1,5 Prozent gerechnet, nach plus 16,4 Prozent im Sommerquartal. Wie stark die Pandemie dennoch weiter auf der Konjunktur lastet, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum: Die Wirtschaft ist Ende 2020 gegenüber dem vierten Quartal 2019 um 9,1 Prozent geschrumpft.

In Spanien spielt der Tourismus eine große Rolle. Er steuert etwa zwölf Prozent zur Wirtschaftsleistung bei. Normalerweise besuchen jedes Jahr mehr als 80 Millionen Urlauber das Land. Wegen der Reisebeschränkungen ist der Tourismus in der Corona-Pandemie aber eingebrochen.

09:55 Uhr

Zweite Corona-Welle setzt H&M deutlich unter Druck

Der zweitgrößte Modekonzern der Welt, Hennes & Mauritz (H&M), hat die zweiten Corona-Welle mit zahlreichen Geschäftsschließungen zu spüren bekommen. Der Gewinn fiel im von September bis November reichenden vierten Geschäftsquartal 2019/20 auf 3,67 Milliarden schwedische Kronen - etwa 363 Millionen Euro -, nach 5,4 Milliarden Kronen im Vorjahreszeitraum, wie H&M mitteilt. Dieser lag jedoch über den Schätzungen der Analysten, die einen Gewinnrückgang auf 3,07 Milliarden prognostiziert hatten. Auch für das neue Geschäftsjahr 2020/21 gibt das Management des schwedischen Konzerns keine Entwarnung. "Die anhaltenden Beschränkungen sowie die vielen vorübergehenden Schließungen von Geschäften werden sich erheblich negativ auf das erste Quartal auswirken", sagt H&M-Chefin Helena Helmersson. Die Umsätze seien von Dezember bis zum 27. Januar, den ersten beiden Monaten des ersten Finanzquartals, in lokaler Währungen um 23 Prozent gesunken. Der Aktienkurs gibt rund 1,5 Prozent nach.

H&M
H&M 19,93

 

09:27 Uhr

Aktienmarkt bremst Daimler aus

Daimler-Aktien können sich dem negativen Marktumfeld nicht entziehen: Die Titel geben rund ein Prozent ab. Allerdings notieren alle 30 Dax-Werte schwächer. Daimler hatte am Vorabend seine Geschäftszahlen präsentiert und dabei die Erwartungen übertroffen: Der Autobauer hat mit einem unerwarteten Endspurt die eigenen Gewinnerwartungen und die Prognosen der Analysten übertroffen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) habe im vergangenen Jahr bei 6,6 Milliarden Euro gelegen, teilte Daimler mit. Experten hatten dem Konzern im Schnitt nur gut 5,2 Milliarden Euro Ebit zugetraut, der Autobauer selbst hatte im November ein stabiles Ergebnis von 4,3 Milliarden in Aussicht gestellt.

"Alle Geschäftsfelder haben zu diesem Erfolg beigetragen", hieß es in der Mitteilung. Doch vor allem das Geschäft mit Pkw und Vans entwickelte sich deutlich besser als erwartet. Dabei hatte Daimler fast 1,9 Milliarden Euro Sonderbelastungen aus dem Konzernumbau zu verkraften.

Für das erste Quartal 2021 gibt sich der Autobauer jedoch zurückhaltend. Die Engpässe in der Versorgung mit Chips und die Folgen der andauernden Corona-Pandemie würden die ersten drei Monate des Jahres beeinflussen, warnte Daimler. Insgesamt rechne man aber angesichts "einer erwarteten guten Marktnachfrage" und der jüngsten Einsparungen mit einer positiven Entwicklung des Geschäfts, wenn nicht weitere Lockdowns die Pläne durchkreuzten.

Daimler
Daimler 65,28

09:06 Uhr

Nervosität steigt: Dax rauscht 190 Punkte abwärts

Am deutschen Aktienmarkt kehrt zum Start in den letzten Handelstag der Woche etwas Ruhe ein. Nachdem zuvor deutliche Kursausschläge nach oben und unten den Handel bestimmt hatten und allein am Donnerstag der Dax eine Spanne von knapp 380 Punkten abgedeckt hatte, notiert er nun 1,4 Prozent im Minus bei einem Stand von 13.477 Zählern. Die Vorgaben von Seiten der Wall Street und auch von den asiatischen Börsen sind negativ.

"Wir befinden uns in einem sehr schwachen Gesamtmarkt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Der Dax ringt erneut mit der Marke von 13.500 Punkten." Am Donnerstag hatte er diese bereits gerissen, ebenso die 13.400er. Sein Tagestief: 13.310,95 Zähler.

08:52 Uhr

Ölpreise geben nach

Die Ölpreise geben nach. Die Verluste halten sich aber weiterhin in Grenzen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 55,37 Dollar. Das sind 16 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt 19 Cent auf 52,15 Dollar.

Erneut werden die Ölpreise durch eine insgesamt trübe Stimmung an den Finanzmärkten mit nach unten gezogen. An den Aktienbörsen zeigt sich eine Kurskorrektur, die am Morgen die asiatischen Märkte belastet hat. Für Verkaufsdruck sorgt vor allem die Verbreitung von gefährlichen Mutanten des Corona-Virus und die damit verbundenen schärferen Beschränkungen der Mobilität im Kampf gegen die Verbreitung der Pandemie.

Am Ölmarkt reagieren die Anleger unter anderem besorgt auf Meldungen über geplante Einschränkungen des Flugverkehrs, um die Ausbreitung der Virus-Mutanten zu bremsen. Dies könnte die für das laufende Jahr erwartete Erholung der Nachfrage nach Treibstoffen bremsen und den Handel mit Rohöl belasten.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 66,67
Rohöl WTI
Rohöl WTI 63,10

 

08:32 Uhr

Nervöse Anleger lassen Asien-Börsen trudeln

Nach den jüngsten Kursturbulenzen rund um den US-Videospielehändler Gamestop gehen Asien-Anleger auf Nummer sicher und machen Kasse. Außerdem bereiteten ihnen die schleppenden Coronavirus-Massenimpfungen und das Wiederaufflackern der Pandemie in Ländern wie China Sorgen. Der japanische Nikkei-Index fiel knapp zwei Prozent auf 27.663 Punkte. Die Börse Shanghai büßte 0,6 Prozent auf 3485 Zähler ein.

Nikkei
Nikkei 29.427,48

"Die Nerven liegen blank", sagte Chris Weston, Chef-Analyst des Brokerhauses Pepperstone. Der Angriff von Kleinanlegern auf Hedgefonds könnte bislang nicht absehbare Folgen für den gesamten Finanzmarkt haben. Die Verunsicherung der Investoren überschattete die starken Geschäftszahlen zahlreicher Firmen. So rutschten die Aktien Advantest und Tokyo Electron um zwei beziehungsweise fünf Prozent ab, obwohl beide Firmen ihre Geschäftsziele angehoben hatten.

Advantest
Advantest 74,00
Tokyo Electron
Tokyo Electron 346,70

08:14 Uhr

Breit angelegte Dollar-Stärke dominiert Devisenmarkt

Der Kurs des Euro sinkt zunächst. Am Devisenmarkt zeigt sich eine breit angelegte Dollar-Stärke, die den Euro im Gegenzug belastet. Die Gemeinschaftswährung kostet 1,2101 Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,2091 Dollar festgesetzt.

Am Morgen konnte der Dollar zu allen anderen wichtigen Währungen zulegen. Eine trübe Stimmung an den Finanzmärkten sorgte für eine stärkere Nachfrage nach der Weltreservewährung. Zuvor kam es erneut zu Kursverlusten an den Aktienmärkten in Asien und auch an den europäischen Börsen werden zum Handelsauftakt neuerliche Verluste erwartet.

Seit Tagen zeigte sich an den Aktienmärkten eine Kurskorrektur, die bei vergleichsweise sicheren Anlagen für Auftrieb sorgte. Vor diesem Hintergrund steuert der Dollar auf die stärksten Gewinne auf Wochensicht seit Oktober zu. Im weiteren Handelsverlauf werden in der Eurozone und den USA noch zahlreiche Konjunkturdaten veröffentlicht, die dem Devisenhandel neue Impulse geben könnten.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,22
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,82

 

07:51 Uhr

Dax zur Eröffnung schwächer erwartet

Dax
Dax 13.879,33

Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Freitag niedriger starten. Anleger hatten sich am Donnerstag aus der Deckung getraut, nachdem bei den US-Konjunkturdaten böse Überraschungen ausgeblieben waren. Der Dax schaffte es 0,3 Prozent ins Plus auf 13.665 Punkte. An der Wall Street trieben die Kursturbulenzen der ins Visier von Spekulanten geratenen Titel wie GameStop die Investoren um. Bei den Konjunkturdaten am Freitag richten Börsianer ihre Aufmerksamkeit unter anderem auf die US-Konsumausgaben. Die Kauflaune der Verbraucher gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft. Außerdem stehen zahlreiche Firmenbilanzen auf dem Terminplan. Unter anderem öffnen der Modehändler Hennes & Mauritz (H&M) und der Industriekonzern Honeywell ihre Bücher.

07:23 Uhr

SAP steigert Gewinn und will Dividende erhöhen

SAP
SAP 102,72

Europas größter Softwarekonzern SAP will mit den Erlösen aus dem US-Börsengang seiner Marktforschungstochter Qualtrics vorwiegend die Schulden senken. Allerdings werde man dem Aufsichtsrat auch eine Erhöhung der Dividende vorschlagen, sagte Finanzchef Luka Mucic in einer Telefonkonferenz. SAP hat mit dem Anteilsverkauf nach Angaben von Mucic am Vortag rund 2,4 Milliarden US-Dollar (2,0 Mrd Euro) Erlös erzielt. 500 Millionen Dollar davon würden Qualtrics als Liquidität zur Verfügung gestellt, rund 1,9 Milliarden flössen nach Walldorf, sagte Mucic. Für das Jahr 2019 hatte SAP eine Dividende von 1,58 Euro gezahlt. In aller Regel legt das Unternehmen im Februar den offiziellen Dividendenvorschlag vor.

07:15 Uhr

Daimler überrascht mit guten Zahlen

Daimler
Daimler 65,28

Daimler hat im vergangenen Jahr die Analystenprognosen deutlich übertroffen. Überraschend meldete der Autobauer ein Konzern-EBIT von 6,603 Milliarden Euro für 2020. Analysten hatten laut Daimler nur mit 5,245 Milliarden Euro gerechnet. 2019 hatte Daimler 4,3 Milliarden Euro erzielt. Für 2021 zeigt sich der Autobauer optimistisch. Daimler berichtete von einem starken vierten Quartal, insbesondere beim freien Cashflow im Industriegeschäft. Hier spiegelten sich umfangreichen Maßnahmen zur Kostenreduzierung und Liquiditätssicherung sowie das starke operative Ergebnis in allen Geschäftsbereichen wider. Angesichts der Kostendisziplin und einer erwarteten guten Marktnachfrage rechnet Daimler auch für 2021 mit einer positiven Geschäftsentwicklung. Die aktuellen Halbleiter-Engpässe und Beeinträchtigungen durch Covid-19 sollen allerdings das erste Quartal beeinflussen.