Der Börsen-Tag158-Prozent-Gewinnsprung bei Chip-Giganten
Der weltweit zweitgrößte Speicherchip-Hersteller SK Hynix hat einen Gewinnanstieg von 158 Prozent im ersten Quartal gemeldet. Der Anstieg sei auf stark zunehmende Verkäufe bei fortschrittlichen Chips zurückzuführen, teilt das südkoreanische Unternehmen mit. Hynix versorgt unter anderem Nvidia mit Chips, die für Künstliche Intelligenz verwendet werden. Hynix zufolge haben einige Kunden in Erwartung der US-Zölle Bestellungen vorgezogen. Demnach erzielte das Unternehmen für den Zeitraum Januar bis März einen Betriebsgewinn von 7,4 Billionen Won (5,19 Milliarden Dollar) gegenüber 2,9 Billionen Won im Vorjahr. Analysten hatten mit einem Betriebsgewinn von 6,6 Billionen Won gerechnet.
Der Bedarf an Hochleistungsspeichern für Künstliche Intelligenz (KI) ist nach Aussagen des südkoreanischen Unternehmens ungebrochen. Die Produktion dieser HBM-Chips sei für 2025 bereits ausverkauft, und die Verhandlungen für den Verkauf der Einheiten, die 2026 produziert werden sollen, liefen bereits. HBM-Speicher (High Bandwidth Memory) sind für rechenintensive KI-Anwendungen prädestiniert, weil sie Unmengen von Daten sehr schnell speichern und wieder ausgeben können.
Wegen des von US-Präsident Donald Trump angezettelten Zollkriegs hatte die südkoreanische Regierung vor rund einer Woche ihre Hilfen für die heimische Chip-Industrie um etwa ein Viertel auf umgerechnet rund 20 Milliarden Euro aufgestockt. Lieferungen dieser Branche stehen für ein Fünftel der gesamten Exporte Südkoreas.