Der Börsen-Tag5 Millionen Dollar im Feuer: Können russische Firmen noch Fremdwährungsanleihen bedienen?
Sind russische Unternehmen noch in der Lage, ihre Anleihen zu bedienen? Das ist die große Frage.
Laut Bloomberg schauen Marktbeobachter aktuell auf Yandex - eine der größten Suchmaschinen der Welt. Die russische Suchmaschine soll noch heute einen Kupon in Höhe von 4,7 Millionen US-Dollar für eine 2025 fällige Anleihe in Höhe von 1,25 Milliarden US-Dollar zahlen. Es ist die erste Kuponzahlung in Fremdwährung durch ein Unternehmen mit Hauptsitz in Russland, seit weitreichende Sanktionen und Kapitalkontrollen bei Anleihegläubigern Befürchtungen aufkommen ließen, dass Unternehmen ihre Schulden möglicherweise nicht mehr bedienen können.
Wie sich diese Couponzahlung entwickelt, werde einen Präzedenzfall für Anleger schaffen, die Fremdwährungsanleihen halten, die von russischen Unternehmen mit Sitz im Ausland ausgegeben wurden, heißt es.
Der staatlich kontrollierte Energieriese Gazprom muss am 7. März eine fällige Schuld in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar begleichen, die von Gaz Capital SA, einem in Luxemburg eingetragenen SPV, ausgegeben wurde. Und eine 2-Milliarden-Dollar-Anleihe des staatlichen Ölproduzenten Rosneft, die von einem in Irland ansässigen Unternehmen ausgegeben wurde, wird am 6. März fällig.