Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Aktionäre kritisieren Eon für "lumpige" Abfindung

Eon
Eon 8,44

Der Essener Energiekonzern Innogy steht vor der Übernahme durch den Konkurrenten Eon – die verbliebenen Minderheitsaktionäre kritisieren nun die Höhe der angebotenen Abfindung für ihre Anteilscheine als zu niedrig: "Wir sollen mit ein paar lumpigen Euro abgefunden werden", sagte Joachim Kregel, Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, bei der Innogy-Hauptversammlung.

Die außerordentliche Hauptversammlung soll darüber abstimmen, ob die verbliebenen Minderheitsaktionäre von Innogy gegen eine Abfindungszahlung von 42,82 Euro je Aktie zwangsweise aus der Gesellschaft gedrängt werden. Das Ja gilt als sicher, weil Eon bereits über 90 Prozent der Innogy-Aktien verfügt.

Die Energiekonzerne Eon und RWE hatten im März 2018 vereinbart, die RWE-Tochter Innogy unter sich aufzuteilen. Eon will sich künftig ganz auf den Betrieb von Strom- und Gasnetzen sowie das Geschäft mit den Kunden konzentrieren. RWE erhält im Gegenzug die erneuerbaren Energien von Innogy und Eon und will zu einem der weltweit führenden Produzenten von Ökostrom werden.

Quelle: ntv.de